IMV Nordwest

IMV Nordwest hebt ab oder zivile Ausbildung bei der Bundeswehr

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Bei strahlendem Sonnenschein und fast 30 Grad im Schatten besuchte die Industriemeistervereinigung Landesverband Nordwest am 05.06.2015 mit 30 Mitgliedern bzw. Gästen vom Kooperationspartner Berufsausbilderverband Niedersachsen-Bremen e.V., das Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf bei Hannover.

Nach der obligatorischen Sicherheitsüberprüfung am Empfang (Ausweiskontrolle) wurden wir mit einem Reisebus zum Besucherzentrum gefahren, wo wir von Herrn Oberstabsfeldweber Breuer als Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit (Pressesprecher) empfangen wurden. In seinem sehr engagierten Vortrag ging er vor allen Dingen auf die geschichtliche Entwicklung des Fliegerhorsts und der Transportmaschine Transall C-160 bzw. auf das neue Nachfolgemodell Airbus A400M ein. Dabei zeigte sich, dass es folgende Berufsausbildungen gibt:

  • 12 Ausbildungsplätze für Fluggerätemechaniker/innen
  • 20 Ausbildungsplätze für Elektroniker/innen jährlich (davon 1–2 weiblich).
Insgesamt ist die Bundeswehr damit einer der größten Ausbildungsbetriebe in der Region (außerhalb Hannovers). Mindestvoraussetzung dabei ist ein allgemeinbildender Schulabschluss mit 10 Jahren (Realschule oder Hauptschule). Die Bewerbungsfrist läuft immer bis zum Ende Oktober eines jeden Jahres. Dann werden die besten Kandidaten/innen für einen Test eingeladen, der neben Theorie auch praktische Bestandteile enthält. Zum Abschluss wird dann noch mit jedem ein Gespräch geführt, auch wenn der Test nicht bestanden wurde. Nach einer speziellen Sicherheitsüberprüfung für die ausgewählten zukünftigen Auszubildenden können diese am 01.09. anfangen. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre, kann aber bei guten Noten verkürzt werden, was auch bei einem Teil der Auszubildenden geschieht. Dabei schließen die meisten mit guten oder sogar sehr guten Ergebnissen ab (die letzte Wiederholungsprüfung liegt über 14 Jahre zurück). Die Übernahmequote liegt durchschnittlich bei 50–60 %. D. h. fast die Hälfte geht danach zu anderen Arbeitgebern oder studiert.
Nach der Einführung besuchten wir die Ausbildungswerkstätten, wo wir vom Ausbildungsleiter sehr freundlich empfangen wurden. Insgesamt sind 9 Ausbilder für 128 Auszubildende zuständig. Dabei handelt es sich um Handwerksmeister, die keine Soldaten waren. Aber es ist beabsichtigt, dass die Ausbildung nicht nur zu qualifiziertem Personal führt, sondern auch zu einer Laufbahn als Soldat.
Die Werkräume waren sehr modern und gut eingerichtet, wobei jeder Auszubildende sogar seinen eigenen Computer zur Verfügung gestellt bekommen hatte. Alle Räume waren sehr sauber und ordentlich, was auch von der Bundeswehr als wichtige soziale Kompetenz angesehen wird (Ordnung und Pünktlichkeit). So werden Verspätungen nicht toleriert und notfalls auch sanktioniert. Nach der Besichtigung der Räumlichkeiten (Elektro-Werkstatt), ging es in die Fluggeräte-Halle, wo an ausrangierten Fluggeräten (Propellermaschinen, Düsenjets und Hubschraubern) gearbeitet wurde. Dabei konnten auch mit den Auszubildenden über die Technik als auch über die Arbeitsbedingungen als solche gesprochen werden. Es wurde dabei kompetent und engagiert geantwortet. So zeigten sich alle sehr engagiert und selbstbewusst, was auch ihre berufliche Zukunft angeht. Einige wollten bei der Bundeswehr bleiben, aber einige auch wechseln.
Zum Abschluss ging es zum Flugfeld und zur Transall C-160. Herr Oberstabsfeldwebel Breuer ließ sich nicht nehmen, uns alles zu erklären und alle Fragen zu beantworten. Leider war dann die Zeit doch um – besonders am Freitag, wo die Mitarbeiter und Soldaten der Bundeswehr um 12:05 Uhr in das Wochenende entlassen werden. Aber auf uns wurde Rücksicht genommen und wir konnten noch bis 12:45 Uhr bleiben.
Detlef-Michael Haarhaus
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