IMV Aachen

Halogenlampen, die speziellen Glühlampen

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16 Mitglieder und Gäste der IMV Aachen bekamen die Möglichkeit, die Herstellung der Leuchtkörper für Halogenlampen bei der Firma Philips zu besichtigen.

Nach der Begrüßung durch Herrn van der Meulen und Herrn von Blanckenhagen erfolgte eine kurze Sicherheitsunterweisung. Anschließend folgte eine Präsentation, in der zuerst die Firma Philips allgemein und dann speziell Philips Halogenlamps Aachen vorgestellt wurden. Ein Produkt, das die Firma Philips in Aachen herstellt, ist der Leuchtkörper, der sogenannte Brenner, der das „Herzstück“ aller Halogenlampen bildet. Hiervon werden in Aachen zurzeit mehr als 100 Millionen Stück pro Jahr hergestellt. Diese werden als Stiftsockellampen direkt verwendet oder in Reflektorlampen bzw. Lampen mit herkömmlicher Glühlampenform und -sockel eingebracht. Die Lebensdauer von Halogenlampen ist mindestens doppelt so hoch wie die normaler Glühlampen, und der Energieverbrauch ist bei gleicher Helligkeit ca. 30 % geringer. Energiesparlampen sind zwar noch effizienter, erreichen jedoch beim Einschalten nicht direkt die volle Helligkeit und sind dort ungeeignet, wo gerichtete Lichtstrahlen benötigt werden.

Bei der anschließenden Betriebsführung wurde die Brennerfertigung in der Reihenfolge der einzelnen Arbeitsschritte anschaulich erklärt. Dies geschieht an runden Produktionsmaschinen, die von der Maschinenbauabteilung der Firma Philips konstruiert und gebaut wurden. Von außen werden die einzelnen Komponenten zugeführt und bei jeder Station, die einem bestimmten Winkelversatz an der Maschine entspricht, wird ein Arbeitsschritt ausgeführt. Im ersten Schritt werden die stromführenden Teile miteinander verbunden. Hierzu werden Molybdänfolien auf einer Seite mit der Glühwendel aus Wolfram und auf der anderen Seite mit den Kontaktstiften verschweißt. Im nächsten Schritt wird diese Baugruppe mit dem Glaskolben, der ebenfalls schon vorgefertigt und mit einem Pumpstängel versehen wurde, zusammengeführt. Im Bereich der Molybdänfolien wird der Glaskolben erhitzt und gequetscht, so dass die Stromdurchführung an dieser Stelle gasdicht verschmolzen wird. Anschließend wird dem Kolben über den Pumpstängel Sauerstoff entzogen, und es werden Halogene bzw. Halogenverbindungen zugeführt. Um später eine ausreichende Gasmenge mit Überdruck im Glaskolben zu haben, wird dieser bei der Befüllung eingefroren, bevor der Pumpstängel abgeschmolzen wird. Die einzelnen Prozesse werden kontinuierlich überwacht, und jeder Brenner wird abschließend einer Funktionsprüfung unterzogen. In einem nachfolgenden Schritt können die Kolben noch in Vakuumbeschichtungsmaschinen weiterverarbeitet werden. Durch diese spezielle Beschichtung und die rundliche Form der Kolben wird die Infrarotstrahlung in Richtung Glühwendel zurück reflektiert, wodurch eine weitere Effizienzsteigerung erreicht wird.
Nach Abschluss der Betriebsführung wurden noch offene Fragen der Besucher beantwortet.
Wir bedanken uns herzlich bei Herrn van der Meulen, Herrn von Blanckenhagen und der Leitung der Philips GmbH, die uns diese sehr interessante Besichtigung ermöglichten.
Rolf Poqué
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