IMV Siegen

Erbrecht, Testament und letztwillige Verfügung

Die Broschüre kann unter: www.bmj.de Rubrik Broschüren kostenfrei bezogen werden
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Kürzlich fand ein Fachvortrag der Industriemeistervereinigung (IMV) Siegen zu den Themen Erbrecht, Testament und letztwillige Verfügung in den Räumen der IHK Siegen statt. 463 Paragraphen regeln das Erbrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch, dagegen nur 46 das Kaufrecht, referierte der Fachanwalt für Erbrecht und Notar Jürgen Romünder. Die rund 40 Zuhörer erhielten Einblicke in die gesetzliche Erbfolge mit ihren Standardlösungen, wo individuelle Besonderheiten / Wünsche unberücksichtigt bleiben. Es sei denn, es existiert ein handschriftliches Testament. Ein notarielles Testament (welches beim Amtsgericht hinterlegt wird) bietet den Vorteil der fachlichen Korrektheit, außerdem braucht später kein Erbschein mehr beantragt werden. Der Erbschein (Beantragung für Laientestament nötig) ist letztendlich teurer als ein Testament von einem Notar, welches noch weitere Vorteile hat. Es kann nicht verlorengehen (liegt beim Amtsgericht) und wird automatisch eröffnet, wenn das Amtsgericht vom Standesamt die Nachricht vom Ableben des Erblassers erhält. Weitestgehend werden auch Rechtsstreitigkeiten unter den Erben vermieden. Eine letztwillige Verfügung kann für die Zuweisung einzelner Gegenstände (z.B. Bibliothek, Münzsammlung, Schmuck, o.ä.) sorgen. Ein weiteres nicht unerhebliches Thema war die Erbschaftssteuer, die jährlich dem Staat ca. 4 Mrd. Euro einbringt. Etwa 75 % aller Deutschen haben ihren Nachlass noch nicht geregelt. Im Anschluss an den ca. 1 stündigen Vortrag wurden noch einige individuelle Fragen beantwortet, wie z. B.: „Ich besitze eine Immobilie, bin momentan mit meinem Sohn aber zerstritten, wie kann ich ihn enterben?“, oder „Ich besitze ein Haus, wo meine Eltern Wohnrecht auf Lebenszeit haben, kann ich das Haus trotzdem verkaufen?“. Auf die Fragen parierte Herr Romünder souverän mit nachvollziehbaren Antworten. Alles in allem war es eine informative und nachdenklich stimmende Veranstaltung, denn bei der gesetzlichen Erbfolge geht „der Schuss“ manchmal nachträglich um die Ecke, sprich, es erben Personen, die man eigentlich hätte ausschließen wollen, wie z. B. geschiedene Ehepartner. Aber wie bereits erwähnt, zu diesem Thema gibt es 463 Paragraphen.

Ingo Grüne
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