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Die Entstehung der Finanzkrise

IMV Velbert Niederberg
Die Entstehung der Finanzkrise

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Referat von Herrn Kleine von der Sparkasse HRV.

Die Finanzkrise begann im Frühsommer 2007 mit der US-Immobilienkrise. Die Krise ist Folge eines spekulativ aufgeblähten Wirtschaftswachstums in den USA. Die Krise äußerte sich weltweit zunächst in Verlusten und Insolvenzen bei Unternehmen der Finanzbranche und seit Ende des Jahres 2008 auch in der Realwirtschaft von Industrienationen. Die Überwertung von Geldanlagen (insbesondere Immobilien) führte in den USA zu erhöhtem Konsum und gleichzeitig zu erhöhten Investitionen und Überproduktion. Eine lange Preissteigerungsphase im Immobilienmarkt hatte sich in den USA zu einer Immobilienblase entwickelt. Von dieser Spekulationsblase profitierte die amerikanische Volkswirtschaft.

Mit den fallenden Immobilienpreisen in den USA wurde die Finanzkrise akut. Gleichzeitig konnten immer mehr Kreditnehmer ihre Kreditraten nicht mehr bedienen, teils wegen steigender Zinsen, teils wegen fehlender Einkommen.
Die Situation wurde riskant, als amerikanische Banken begannen, durch überbewertete Immobilien gegenfinanzierte Kredite zu vergeben. Die Spekulationsblase platzte. Der Wert der Immobilien sank innerhalb kurzer Zeit. Die Banken blieben auf ihren Krediten sitzen. Mehrere große amerikanische Banken wie Lehman Brothers, Versicherer wie AIG und große Automobilbauer wie GM und Chrysler mussten Konkurs anmelden oder von der Regierung gerettet werden. Es kam zu Kursstürzen an den globalen Aktienmärkten.
Weil durch den Weiterverkauf fauler Kredite diese in aller Welt verstreut waren, weitete sich die Krise durch die enge Verzahnung der Einzelwirtschaften und Finanzströme global aus. Die Finanzkrise betraf in der Folge die ganze Welt. Aufgrund der Verknappung der Liquidität von Banken äußerte sich die Krise unter anderem in Produktionssenkungen und Unternehmenszusammenbrüchen. Viele Unternehmen meldeten Konkurs an und entließen ihre Mitarbeiter, da die Banken ihnen keine Kredite gewährten oder zahlungsunfähig waren. In der Kette der Ereignisse kam es unter anderem zu einem massiven Rückgang des Welthandels. Die Folge waren steigende Arbeitslosigkeit und beginnende Deflation. Die Staatsverschuldung vieler Länder steigt durch Konjunkturprogramme, ohne die jedoch größere Wirtschaftseinbrüche befürchtet wurden.
Im Januar 2009 ging der Internationale Währungsfonds (IWF) von Abschreibungen auf US-Kredite und verbriefte Wertpapiere für das Bankensystem in Höhe von 2,2 Billionen US-Dollar aus. Im April 2009 erhöhte der IWF die geschätzten Verluste weltweit auf vier Billionen US-Dollar von insgesamt weltweit rund 58 Bio. Dollar an Schulden und Wertpapieren. Eine Studie der Deutsche Bank Research beziffert die krisenbedingte Minderung des BIPs mit vier Billionen US-Dollar.
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