Automatisches Messen sichert Qualität bei Zentrifugen-Fertigung

Dekanter: Präzision erhöht die Ausbeute

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Dekanter von Hiller trennen feste und flüssige Stoffe, ob bei der Olivenölproduktion oder bei der Abwasserbehandlung. Für die Präzision der schweren Geräte sorgt automatisches Messen mit dem Portalmessgerät Accura von Zeiss.

Die Zentrifugen von Hiller gelten als die besten auf dem Markt. Der Erfolg basiert auf einer überlegenen Technik und einer kompromisslosen Qualität. Ein wichtiger Baustein ist der Messraum, der zur Verantwortung von Josef Pichlmair gehört. Neben dem Eingang steht eine Numerex von Zeiss, die ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel hat, aber immer noch tadellos funktioniert und regelmäßig für Koordinatenmessungen genutzt wird.

Pichlmairs neuer Favorit steht gegenüber: eine nagelneue Accura 9/16/8, größer, schneller und präziser als ihr Vorfahr. Sie läuft nahezu rund um die Uhr. Der Mitarbeiter, der abends als letzter den Messraum verlässt, legt mehrere Bauteile auf die Maschine und startet das automatische Messprogramm. Am nächsten Morgen sind alle Messwerte erfasst und ausgewertet. „Die automatische Messung, der große Messbereich und die komfortable Bedienung mit der Software Calypso haben uns überzeugt“, lobt Pichlmair.

Unwucht würde zu Schwingungen führen

Und natürlich die Präzision, schließlich wiegt ein Dekanter bis zu 12 Tonnen. In diesem rotieren eine Trommel und eine Schnecke mit hoher Drehzahl, mit bis zu 6000 Umdrehungen pro Minute. Dabei wirkt auf die Schneckenwendel eine Zentrifugalbeschleunigung von 4000 g. Die geringste Unwucht würde sich hier in erhöhten Schwingungen bemerkbar machen.

Zwei Motoren treiben Schnecke und Trommel an, die mit unterschiedlichen Drehzahlen rotieren, die Schnecke etwas schneller. Um die Drehzahl anzupassen, brauchen die Motoren eine Untersetzung. Früher hat man dafür hydraulische Antriebe benutzt, die starke Lastwechsel vertragen, aber aufwendig und teuer sind. Mittlerweile ist die Hydraulik-Variante weitgehend mechanischen Getrieben gewichen.

Getriebe-Knowhow hatte der Betrieb bis dahin nicht, man kaufte die fertigen Getriebe ein. Doch weil Getriebe immer wichtiger wurden und die Qualität der Lieferanten schwankte, entschied die Firmenleitung 2014, den Getriebebau ins Haus zu holen – und ein neues Getriebe mit größerer Leistung zu entwickeln.

Mehr Aufwand für die Qualitätssicherung

Die einzelnen Zahnräder kauft Hiller zwar nach wie vor zu, dennoch bedeutete die Entscheidung für die Qualitätssicherung eine Menge mehr Arbeit. „Wir mussten die Lieferanten intensiver prüfen und es gab große Diskussionen, was man wie prüfen müsse“, erinnert sich Pichlmair.

Mit der Numerex war das Ganze nicht mehr zu schaffen. Ein neues Koordinatenmessgerät musste her. „Wir haben uns einige angeschaut und das Preis-Leistungs-Verhältnis aber auch die Genauigkeit der Accura haben uns überzeugt.“ Die Messung der Zahnräder wird nun auf der Accura mit der Software Gear Pro involute durchgeführt, um eine umfassende Qualitätskontrolle der Zahnräder zu gewährleisten.

Diese Qualität spricht sich in der Branche herum. Oft bekommt Hiller trotz eines höheren Kaufpreises den Auftrag, weil sich der Mehrpreis schon nach wenigen Monaten amortisiert, etwa durch einen höheren Trockenaustrag in der Abwasserreinigung oder eine größere Ölausbeute. Bei den Koordinatenmessgeräten von Zeiss ist das ähnlich. Weil Qualitätsmessungen nicht mehr an externe Dienstleister vergeben werden müssen, wird die Maschine ihre Investitionskosten in weniger als zwei Jahren hereinholen.

Deshalb soll auch die nächste Maschine für Hiller das blaue Logo tragen. Weil das Aufkommen in der Qualitätsprüfung weiter rapide zunimmt, hat Betriebsleiter Dietmar Heller bei der Muttergesellschaft Ferrum in der Schweiz ein weiteres Koordinatenmessgerät beantragt. „Wenn es genehmigt wird, darf die alte Numerex endlich in Rente gehen“, so Heller.

Carl Zeiss Industrielle
Messtechnik GmbH

www.zeiss.de/industrial-metrology; Control Halle 4, Stand 4200



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