Interner Warentransport optimiert – Fertigungs-Layout ändert sich alle 3 bis 6 Monate Transportroboter optimiert Elektronik-Produktion

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Interner Warentransport optimiert – Fertigungs-Layout ändert sich alle 3 bis 6 Monate

Transportroboter optimiert Elektronik-Produktion

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Mit zwei mobilen Robotern von MIR hat der Elektronik-Auftragsfertiger Flex in Österreich seine internen Warentransporte optimiert und die Mitarbeiter von monotonen Aufgaben entlastet. Das System soll weiter ausgebaut werden.

Als Anbieter von Electronic Manufacturing Services übernimmt Flex (früher Flextronics) für Kunden aus Medizintechnik, Industrie und Automotive die komplette Wertschöpfungskette für elektronische Komponenten – vom Produktdesign über Engineering und Fertigung bis zur Logistik. „Eine besondere Herausforderung sind dabei die hohen Komplexitäten, denen wir in der Fertigung gegenüberstehen“, erklärt Christoph Schaller, Engineering Director bei Flex in Kärnten. „Unsere Produktion ist sehr flexibel, und das bringt natürlich für den internen Warentransport besondere Herausforderungen mit sich.“ Oft fallen vom Hauptlager zur Fertigung viele Transporte in sehr kurzen Zeitabständen an.

Vor etwa anderthalb Jahren begann man daher zu diskutieren, wie unnötige Wegzeiten reduziert werden könnten. Ein Transportsystem mit Magnetband wurde jedoch relativ schnell verworfen. Das Fertigungslayout des Unternehmens ändert sich in der Regel alle drei bis sechs Monate und ein Magnetband in diesen Zeitabständen jeweils neu zu verlegen, brächte einen erheblichen Zusatzaufwand mit sich.
Flexibel und doch erschwinglich
„Auf der Hannover Messe 2015 sind wir dann aber auf den mobilen Roboter von Mobile Industrial Robots aufmerksam geworden. Damit haben wir ein Produkt gefunden, das unseren hochflexiblen Anforderungen in der Intralogistik gerecht werden kann und dennoch erschwinglich ist“, so Schaller. 2015 wurde der erste MiR100 angeschafft, ein halbes Jahr später folgte bereits der zweite. Dank guter Unterstützung bei der Integration durch den Hersteller selbst sowie den Vertriebspartner Haba Verpackung befanden sich die mobilen Roboter bereits kurz nach der Evaluierungsphase im täglichen Einsatz.
Bernhard Haba, Geschäftsführer der Haba Verpackung, sieht in mobiler Robotik großes Zukunftspotenzial: „Innovative Unternehmen wie Flex beschäftigen oft hochqualifizierte Mitarbeiter – diese für interne Transportaufgaben abzustellen, bedeutet für sie einen Effizienzverlust.“
Heute läuft bei Flex dank der mobilen Helfer der Warentransport vom Hauptlager zur Fertigung vollständig automatisiert ab. Dieser Weg von rund 600 Metern weist durchaus Hindernisse für die Roboter auf, zum Beispiel Schnelllauftore: „Im Alltag stellt das aber kein Problem dar. Der MiR100 ist mit dem Kommunikationssystem der Tore verknüpft und teilt ihnen jeweils mit, wenn sie sich öffnen sollen. Das funktioniert sehr gut“, so Schaller.
Wenn Menschen die Wege des Roboters kreuzen, weicht er aus. „Und wenn der Platz dafür nicht ausreicht, bleibt er kurz stehen und wartet, bis die Bahn frei ist.“ Pro Monat legen die Roboter, die bis zu 100 Kilogramm tragen, heute durchschnittlich 200 Kilometer zurück – eine beachtliche Strecke, die früher von den Mitarbeitern zurückgelegt werden musste. Die Automatisierung des internen Warentransports hat sich daher bereits jetzt für die Mitarbeiter bezahlt gemacht.
Sie werden von den monotonen Transportaufgaben weitgehend entlastet und können ihren Aufgabenbereich verstärkt in den Logistikbereich verschieben. Schaller: „Die Tätigkeiten der Mitarbeiter haben sich verstärkt in den Wareneingang verlagert. Aus diesem Grund steht im Hauptlager nun deutlich mehr Zeit für die Vorportionierung der Warenlieferungen an die Fertigung zur Verfügung, ebenso für die Befüllung von Fixlokationen. Dadurch sind die Portionierungen jetzt weitaus gerechter gestaltet, was letztendlich den Mitarbeitern an allen Stationen zu Gute kommt.“
Und auch die Akzeptanz bei den Mitarbeitern stimmt: „Der MiR100 ist ja sehr leise, man bemerkt ihn akustisch kaum. Da haben wir uns schon zuerst gefragt: Hält der mobile Roboter rechtzeitig an, auch wenn ich ihn nicht bemerke? Dass er das tut, hat sich aber schnell gezeigt. Diese Bedenken sind kein Thema mehr bei uns“, sagt Martin Knirschnig, Materials Lead bei Flex.
Einfachheit steigert Akzeptanz
Für Akzeptanz sorgt auch die Benutzerfreundlichkeit. Knirschnig: „Wenn die Mitarbeiter erst einmal fünf Kurse besuchen müssen, wie sie mit einem neuen System Waren von A nach B bringen können, schafft man natürlich keine Überzeugung. Die Programmierung des MiR100 funktioniert aber sehr einfach und intuitiv. In der Belegschaft wurde der Roboter deshalb rundum positiv aufgenommen.“
Mittelfristig soll das Potenzial mobiler Robotik weiter ausgeschöpft werden. Ihren Aufgabenbereich will man daher sukzessive erweitern – und wird dazu jetzt auch das patentierte Hängersystem Hook einsetzen. Dieses kann direkt an den MiR100 angeschlossen werden und ermöglicht den voll automatisierten Transport von Rollwägen bis zu 300 Kilogramm.
„Der erste Schritt bestand im Einsatz der Roboter für den Warentransport vom Hauptlager aus“, erläutert Schaller. „Indem wir den Roboter in Kombination mit dem Hook nun zusätzlich auch für den Transport von Fertigwaren zum Expedit einsetzen werden, gehen wir also den logischen nächsten Schritt.“ Auch für die Abfallwirtschaft ist der mobile Roboter bereits angedacht. Außerdem arbeitet man daran, die Robotersteuerung Fleet Management vollständig in das Planungssystem für Flex‘ Intralogistik zu integrieren. ↓
Mobile Industrial Robots ApS
Logimat ES20, Eingang Ost
„Innovative Unternehmen wie Flex beschäftigen oft hochqualifizierte Mitarbeiter – diese für interne Transportaufgaben abzustellen, bedeutet einen Effizienzverlust.“ Bernhard Haba, Haba Verpackung

Steckbrief
  • Zwei mobile Roboter von MIR optimieren beim Elektronik-Auftragsfertiger Flex in Österreich die internen Warentransporte. Pro Monat legen die mobilen Roboter heute rund 200 Kilometer zurück.
  • Die flexible Produktion bringt für den internen Warentransport besondere Herausforderungen mit sich, denn das Fertigungslayout ändert sich in der Regel alle drei bis sechs Monate.
  • Dank der mobilen Roboter werden die Mitarbeiter von den monotonen Transportaufgaben weitgehend entlastet und können ihren Aufgabenbereich verstärkt in den Logistikbereich verschieben. ↓
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