Igus: Low-Cost-Robotik kommt – langsam aber gewaltig

Piloteinsatz in der eigenen Fertigung beweist Industrietauglichkeit

Low-Cost-Robotik: Boom steht noch bevor

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Mit seinem Low-Cost-Roboter-Baukasten Robolink bietet Igus industrietaugliche Mehrachs-Roboter ab 5000 Euro, frei konfigurierbar. Im eigenen Werk sammelt man damit bereits Praxiserfahrungen.

Mit dem Robolink Programm bietet Igus günstige Kunststoff-Komponenten, damit sich Anwender Roboter-Systeme individuell zusammenstellen können – entweder mit Einzelkomponenten im Selbstbau oder als komplett vormontierter Gelenkarm. So ist ein neuer 5-Achs-Roboter-Bausatz mit optimiertem Design auch als anschlussfertiger Roboterarm erhältlich.

Die größere Variante des Roboterarms trägt bis zu 8 Kilogramm Traglast und ist für 3200 Euro erhältlich – inklusive Low-Cost-Steuerung von Commonplace Robotics (CPR) kostet der Roboter rund 5000 Euro. Die Investitionen amortisieren sich laut Igus je Aufgabenstellung oft nach vier bis sieben Monaten.
Allerdings gibt Igus-Chef Frank Blase zu, dass die Low-Cost-Robotik – obwohl bereits seit einigen Jahren im Angebot – derzeit noch ein Nischendasein führt. „Das Interesse ist noch gering – aber in dem Thema steckt einiges Potenzial.“ Blase ist überzeugt, dass der Billig-Preis-Robotik eine große Zukunft gehört. So gebe es aus China bereits kleine Knickarm-Roboter samt Steuerung für unter 2000 Euro.
Auch auf der Hannover Messe 2017 waren einige Günstig-Roboter zu sehen – etwa der Cobot Franka Emika für 9900 Euro oder der für wenige Tausend Euro erhältliche E.do von Comau, der speziell auf Schulen und Universitäten zielt. Blase geht davon aus, dass diese Low-Cost-Robotik in Zukunft stark nachgefragt ist. „Und wenn wir dann keine fertigen Robolink-Roboter verkaufen, sondern andere Hersteller mit Kunststoff-Getrieben beliefern, ist uns das auch recht“, schmunzelt Blase.
Um der Günstig-Robotik den Boden zu bereiten, haben die Kölner ein Web-Tool gestartet. Mit dem Robolink Designer können Kunden auf einer intuitiven CAD-Oberfläche ihre spezifischen Komponenten Schritt für Schritt auswählen und so ihren Roboterarm schnell und einfach konfigurieren – von der ersten Achse bis zum Werkzeug individuell. Mit der Software kann man zudem eine visuelle Simulation der Bewegungen der rotierenden Gelenke vornehmen.
In der eigenen Produktion beweisen die Kölner die Industrietauglichkeit ihres Baukastens. Robolink-Mehrachsgelenk-Roboter und Drylin Portalroboter sind Hauptbestandteile einer Maschine, die automatisiert Energieketten konfektioniert. Die Maschine besteht zu 75 Prozent aus Igus Produkten. Zwei Pendeltischeinheiten führen die Bauteile in die Montagezelle, der Robolink RL-DC Arm mit Hub-Saug-Greifer bringt die Kettenglieder in die richtige Orientierung. Die lineare Schwenkgreifeinheit sorgt anschließend dafür, dass die E-Ketten lagegerecht in die vollautomatisierte Montage gesetzt werden. ↓
Igus GmbH

Exoskelett gewinnt goldenen Manus 2017

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Für ihr Exoskelett zur Erleichterung von Montagearbeiten hat Igus die US-Unternehmen Pathway und Levitate mit dem goldenen Manus für innovative Kunststoffgleitlager-Anwendung ausgezeichnet. Das leichte Exoskelett Airframe soll Beschwerden in Nacken, Schultern und Rücken durch ungünstige Montageabläufe entgegenwirken, in dem es die Muskeln entlastet und die Bewegungssequenzen unterstützt.
Bei dem Exoskelett galt den Rotationsmechanismen besondere Aufmerksamkeit, die auch unter hohen axialen Belastungen mühelos drehbar sein müssen. Um dies zu gewährleisten, ist in dem mechanischen Stützsystem eine Vielzahl von verschiedenen Iglidur Lagern verbaut. Sie müssen nicht geschmiert werden, was beim Tragen im direkten Kontakt mit Kleidungsstücken ein großer Pluspunkt ist, außerdem sind sie leicht und korrosionsfrei.
Den silbernen Manus erhielt Ocean Innovation System aus Frankreich für ihren elektrischen Manipulator-Arm, der bis zu einer Tiefe von 500 Metern unter Wasser eingesetzt werden kann. Das System ist mit über 30 Gleitlagern von Igus ausgestattet, die die verschiedenen Bewegungen des Arms ermöglichen. ↓
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