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Nach erfolgreichem Pilotprojekt weitete Automobilzulieferer Continental Robotikeinsatz aus

Leichtbau-Roboter entlastet Mitarbeiter und spart Zeit

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Dank mehrerer kollaborierender UR10-Leichtbauroboter von Universal Robots konnte Continental Spain die Produktivität seiner Prüfprozesse deutlich steigern und die Umstellungszeiten um 50 Prozent reduzieren.

Mit seinen Divisionen Chassis & Safety, Powertrain, Interior, Reifen und Contitech stellt die Continental Automotive Group Bauteile für Automobile her. Am spanischen Standort produzieren über 500 Mitarbeiter jährlich rund 4 Millionen Zubehörteile. Um monotone Prüfprozesse, die einen konstant hohen Grad an Präzision erfordern, zu automatisieren und zugleich die eigene Belegschaft zu entlasten, erwarb die spanische Continental-Tochter mehrere kollaborierende Leichtbauroboter des Typs UR10.

Häufig stellt sich beim Einsatz von Robotern die Frage, welche Auswirkungen dies auf die Beschäftigung in den Produktionsstätten haben wird. Edgar Boch, Operations Manager bei Continental, will mit dem Robotik-Einsatz menschliche Arbeitskräfte entlasten und nicht etwa ersetzen: „Unsere Produkte werden immer komplexer, im Werk gibt es immer mehr Technologie und wir brauchen unsere Arbeiter, um den Produkten einen Mehrwert zu bieten.“
Von den Vorteilen der Mensch-Roboter-Kollaboration ist auch Helmut Schmid, General Manager Western Europe bei Universal Robots, überzeugt: „Wenn der Mensch seiner Kreativität freien Raum lassen kann und den Roboter als universelles Werkzeug einsetzt, können Unternehmen egal welcher Größe ihren Produkten den nötigen Mehrwert hinzufügen.“
Neben der Entlastung der Mitarbeiter war ein weiteres Ziel von Continental, die Produktivität mit Hilfe der Roboterarme zu steigern. „Als ich vor zwei Jahren zum ersten Mal von kollaborierenden Robotern hörte, war ich sofort davon überzeugt, dass uns Cobots unter anderem aufgrund ihrer schnellen und einfachen Integration und dem minimalen Wartungsaufwand wesentlich voran bringen werden“, betont Cyril Hogard, Betriebsleiter der Continental Automotive Spain.
Daher beschloss man, die Roboter für die Durchführung der Arbeiten mit elektronischen Bauteilen während des Fertigungsprozesses und für die Validierung von Platinen einzusetzen. Denn dies ist eine monotone Aufgabe, die gleichzeitig konstante Präzision und Feingefühl erfordert. Zunächst installierten die Spanier zwei UR10-Roboter für das Be- und Entladen von Prüfeinrichtungen und für das Handling von Komponenten.
Das erste Projekt wurde mit besonderem Enthusiasmus initiiert, da die Mitarbeiter bei der Nutzung der kollaborierenden Leichtbauroboter erstmals mit dieser Technologie arbeiten konnten. An vorderster Front dabei der Ingenieur Victor Cantón, der die UR-Roboterapplikation entwickelte – obwohl er über keinerlei Erfahrung in der Robotik verfügte. „Innerhalb weniger Wochen habe ich die Grundlagen der Cobots verstanden und konnte mit der Programmierung beginnen.“
Hilfreich war dabei, dass er schon früh in der Entwicklungsphase des Projekts einen UR-Roboter zur Verfügung hatte. „Somit fielen mir die Durchführung von Tests und die Berechnungen der Zyklen und Bewegungen leicht. Außerdem optimierten und beschleunigten diese Tests die Implementierung der Roboter“, so Cantón.
Dank der einfachen Programmierung können die Verantwortlichen ohne die Hilfe von externen Fachleuten zu jeder Zeit Änderungen in der Programmierung durchführen. „Wir sind nicht auf Dritte angewiesen, wenn wir unseren Fertigungsprozess verändern möchten“, so Cantón. „Das war ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium für uns.“
Die Implementierung der flexiblen Roboterarme bedeutete außerdem eine Veränderung der Rolle der Maschinenbediener, die zeitraubenden Tätigkeiten wie das Bewegen von Bauteilen von einer Station zur nächsten nicht mehr selbst durchführen müssen. Sie können sich stattdessen auf wertschöpfende Aufgaben konzentrieren.
Außerdem können die Mitarbeiter jederzeit sicher an den Roboter heran treten und ihn stoppen, um zum Beispiel eine Veränderung vorzunehmen. Die Automatisierung dieser Aufgabe hat es Continental ermöglicht, die Betriebskosten signifikant zu senken, indem man die Umstellungszeiten um 50 Prozent reduzierte. Statt 40 Minuten bei manueller Durchführung der Arbeit, sind nun noch 20 Minuten notwendig.
Außerdem wurden die Betriebskosten deutlich gesenkt. Es wird erwartet, dass sich die erworbenen Roboter innerhalb eines Zeitraums von maximal 24 Monaten amortisiert haben werden. Daher fuhr Continental nach den ersten erfolgreichen Projekten mit den kollaborierenden Leichtbaurobotern damit fort, weitere Roboterarme von Universal Robots einzusetzen. Derzeit sind sechs UR10-Coboter installiert und drei zusätzliche UR10-Projekte in der Umsetzung. ↓
Universal Robots GmbH
„Innerhalb weniger Wochen habe ich die Grundlagen der Cobots verstanden und konnte mit der Programmierung beginnen.“
Victor Cantón, Continental

Steckbrief
  • Flexibilität: Dank der einfachen Programmierung können die Mitarbeiter Änderungen ohne die Hilfe von externen Fachleuten durchführen.
  • Entlastung: Maschinenbediener müssen keine niederen Tätigkeiten mehr, wie das Bewegen von Teilen von einer Station zur nächsten, durchführen. Sie können sich auf fachgerechte Aufgaben konzentrieren.
  • Kostensenkung: Dank der Automatisierung wurden die Betriebskosten reduziert, indem die Umstellungszeiten um 50 % gesenkt wurden, von 40 auf 20 Minuten.
  • ROI: Die Roboter sollen in 24 Monaten profitabel werden.
  • Sicherheit: Der Maschinenbediener kann die Kammer zu jeder Zeit betreten und der Roboter stoppt umgehend, wenn die Türe der Kammer geöffnet ist. ↓
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