Stemmer Imaging zu 75 Prozent an AL-KO verkauft – mehr Speed in Richtung Industrie 4.0 Wilhelm Stemmer: „Nachfolgeregelung für mein Lebenswerk“

Stemmer Imaging zu 75 Prozent an AL-KO verkauft – mehr Speed in Richtung Industrie 4.0

Wilhelm Stemmer: „Nachfolgeregelung für mein Lebenswerk“

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Unternehmensgründer Wilhelm Stemmer mit den beiden Geschäftsführern Christof Zollitsch und Martin Kersting. Bild: Stemmer Imaging
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Wilhelm Stemmer, der Gründer des Bildverarbeitungsspezialisten Stemmer Imaging, hat rund 75 Prozent der Anteile seines Unternehmens an die AL-KO AG in München verkauft, die Mutter-Gesellschaft der international tätigen Technologiekonzerns AL-KO Kober SE. „Ich bin jetzt seit 44 Jahren Unternehmer und 73 Jahre alt. Es war für mich an der Zeit, eine nachhaltige Nachfolgeregelung für den Fortbestand meines Lebenswerks zu finden“, sagt Wilhelm Stemmer.

Bei der Suche nach möglichen Käufern habe es eine Anzahl von potentiellen Käufern gegeben, die alle großes Interesse an Stemmer Imaging bekundet hätten, verrät Wilhelm Stemmer. „Es gab die ganze Bandbreite an Interessenten, von Finanzinvestoren über strategische Investoren bis hin zu sogenannten Family Offices.“

Warum er sich letztendlich für das Family Office der AL-KO AG entschieden hat, erklärt Wilhelm Stemmer so: „Die Familien der AL-KO AG sind selbst noch tätige und erfolgreiche Unternehmer in unterschiedlichen Branchen. Das imponierte mir speziell.“ Darüber hinaus erfüllten die Familien verschiedene positive Kriterien. „Die AL-KO AG ist interessiert, mit Stemmer Imaging Zukunftsmärkte zu erschließen und zum Beispiel das Thema Industrie 4.0 weiter auszubauen. Zudem versprach uns die AL-KO AG die volle Unterstützung mit Investitionen für ein weiteres starkes Wachstum.“

Die AL-KO Kober SE zählt heute mit 45 Standorten und rund 4000 Mitarbeitern weltweit zu den führenden Anbietern in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Gartengeräte und Lufttechnik. Stemmer Imaging wird einen eigenen Geschäftsbereich der AL-KO-Gruppe neben den bestehenden Segmenten Luft- und Klimatechnik, Gartentechnik sowie Elektronik bilden.

Stefan Kober, Vorstand der AL-KO AG: „Industrielle Bildverarbeitungstechnologien sind integraler Bestandteil der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung industrieller Prozesse. Mit der Aufnahme der Stemmer Imaging in die AL-KO-Gruppe sind wir einen großen Schritt bei der Positionierung im Industrie 4.0-Umfeld gegangen.“

Martin Kersting, Technik-Geschäftsführer bei Stemmer Imgaging, verspricht sich eine Menge Synergien mit anderen Unternehmen, an denen die AL-KO AG beteiligt ist. „Dies betrifft momentan speziell Cancom, denn wir arbeiten bereits heute mit einer ähnlichen Kundenbasis. Auch Cancom ist im Bereich Industrie 4.0 tätig, allerdings am oberen Ende der Pyramide mit einem Management-Informationssystem, während wir uns auf das Maschinenlevel konzentrieren. Hieraus können sich eine Vielzahl neuer Möglichkeiten für uns ergeben.“

Die Langfristigkeit des Interesses wurde auch dadurch bekräftigt, dass das bestehende Stemmer-Management in die Geschäftsleitung berufen und im Zuge der Transaktion mit knapp 25 Prozent am Unternehmen beteiligt wurde. Entsprechend wird Stemmer Imaging vom langjährigen Management weitergeführt. Christof Zollitsch ist für die Bereiche Vertrieb, Auftragsbearbeitung, Marketing und Finanzen verantwortlich, Martin Kersting verantwortet die Bereiche Technik, Support, Softwareentwicklung, Fertigung und Informationstechnologie.

Wilhelm Stemmer dagegen zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück: „Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es für mich sicher richtig und an der Zeit ist, mich komplett aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen. Wenn ich dem neuen Eigentümer oder dem Management beratend behilflich sein kann, dann werde ich mich dafür immer gerne zur Verfügung stellen.“ Mit der Firma und seinen Mitarbeitern werde er auch künftig verbunden bleiben. „Die Firma trägt ja weiter meinen Namen und natürlich bin ich auch an der Weiterentwicklung des von mir gegründeten Unternehmens interessiert.“

Mehr Zeit will sich Wilhelm Stemmer nun für seine Stiftung nehmen, die er vor Jahren gegründet hat. Die Stiftung hat sich das Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche an Naturwissenschaften heranzuführen und für das Ingenieurswesen zu interessieren. „Diese Arbeit mit der Jugend macht mir viel Spaß, doch aus Zeitmangel konnte ich dieser Tätigkeit bisher nicht meine volle Aufmerksamkeit widmen. Jetzt werde ich dafür mehr Zeit haben.“ Zudem will er sich wieder mehr Zeit für Dinge nehmen, die in den letzten 44 Jahren zu kurz gekommen sind. „Ich sehe mich noch nicht im Ruhestand.“

www.stemmer-imaging.de

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