Studie: Ermüdung von Mitarbeitern reduzieren und Produktivität erhöhen Wie man weniger arbeitet und mehr leistet

Studie: Ermüdung von Mitarbeitern reduzieren und Produktivität erhöhen

Wie man weniger arbeitet und mehr leistet

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Die Studie zeigt: Die beste Verteilung der Arbeiterleistung ist es, den Tag mit aktiven Perioden zu beginnen und zu beenden, aber während des Tages sich immer mal wieder Pausen zu nehmen. Bild: MEV
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Multitasking, Unterbrechungen durch elektronische Geräte und allgemeiner Arbeitsdruck – das alles sind Faktoren, die den Menschen das Gefühl geben nicht in der Lage zu sein, mal eine Pause zu einzulegen. Forscher der University of Virginia Darden School of Business zeigen aber, dass Manager gut daran täten, ihren Mitarbeitern mehr Pausen zu geben.

Die Studie „It is time to get a rest“ von Manel Baucells gibt bedeutende Einblicke hinsichtlich der Überwindung von Müdigkeit und Steigerung der Produktivität der Belegschaft, indem sie schaut wie deren Leistung am besten über den Tag verteilt werden kann. Schließlich liefern auch Athleten oder Schwimmer bei Zeitrennen nicht kontinuierlich ihre Höchstleistung – während ein Arbeitgeber jedoch genau dies von seinen Angestellten verlangt.

Um zu beurteilen, wie die Leistung der Arbeiter am besten über einen einzigen Arbeitstag verteilt werden kann, entwickelten Baucells und sein Co-Autor Lin Zhao von der Chinese Academy of Sciences in Peking ein „Ermüdungs-Nutzlosigkeits“-Modell: Bei Arbeitsplätzen, wo die Arbeit angepasst werden kann, fand man heraus, dass ein analoges ‚hoch-niedrig-hoch‘-Leistungsmuster der beste Weg ist, um Müdigkeit zu bewältigen.

„Die Idee ist, den Tag mit maximaler Intensität zu beginnen und zu beenden, es in der Mitte aber etwas ruhiger angehen zu lassen“, sagt Baucells. „Für lange Arbeitstage sollten wir den Marathon-Stil anwenden: Die Dauer der maximalen Intensität wird kurz sein und die Idee ist, ein moderates Tempo während des Tages zu halten.“

Dieses „analoge“ Muster steht im Kontrast zu einem Teufelskreis, in dem sich einige Arbeiter befinden können. Für diejenigen, die langsamer anfangen (vielleicht weil sie in der Nacht nicht viel geschlafen haben oder nach dem letzten Projekt keine Pause gemacht haben) und in einem ‚niedrig-mittel-hoch‘ Muster vorgehen, bedeutet dies, dass dir für den langsamen Start dann am Ende des Tages ein so hohes Niveau beibehalten müssen, so dass sie zu müde sind ein neues Projekt mit hoher Geschwindigkeit zu beginnen. Und somit geht das Muster immer so weiter.

In einigen Jobs kann man keine Anpassung vornehmen: Angestellte, die eine Maschine führen oder im Restaurant oder Einzelhandelsgeschäft von der Kundenfrequenz abhängig sind oder geistige Aufgaben durchführen, die eine konstante Konzentration erfordern, wie bei Prüfungen, müssen entweder 100 Prozent geben oder eine Pause machen, aber sie können nicht mit 25 Prozent arbeiten.

In diesem binären ‚alles-oder-nichts‘ Fall zeigen Baucells und Zhao, dass die beste Verteilung der Arbeiterleistung ist, den Tag mit aktiven Perioden zu beginnen und zu beenden, aber während des Tages Pausen zu nehmen. „Weit davon entfernt, unproduktiv zu sein, sollten solche Pausen als Investitionen in die zukünftige Produktivität angesehen werden, weil sie tatsächlich der Ermüdung entgegenwirken und wie bereits erwähnt wieder den ‚Take it easy‘-Ansatz aktivieren“, sagt Baucells.

Die Auswirkungen der Studie wirken sich nicht nur auf unsere Gesundheit und Lebensqualität aus, sondern auch auf die Wirtschaft. „Die Quintessenz ist, dass die Anreize von Unternehmen und Arbeitnehmern perfekt aneinander gekoppelt sind, wenn es darum geht, sich auszuruhen und Ermüdung zu bewältigen: Die Ermüdung zu verringern erhöht die Produktivität, senkt die Kosten für die Leistungssteigerung, erhöht die Mitarbeiterzufriedenheit, verringert die Fluktuation und Fehlzeiten und erhöht letztlich die Gewinne“, sagt Baucell. „Google scheint diese Lektion bereits gelernt zu haben und gestaltet das Arbeitsumfeld angenehm, fördert spaßige Ablenkungen, während sie gleichzeitig zu längeren Arbeitsstunden ermutigen.“

http://www.darden.virginia.edu/

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