Basis für die dynamische Vernetzung der Produktionsanlagen ist ein Agentennetzwerk aus Softwarebausteinen Softwareagenten machen fit für die Industrie 4.0

Basis für die dynamische Vernetzung der Produktionsanlagen ist ein Agentennetzwerk aus Softwarebausteinen

Softwareagenten machen fit für die Industrie 4.0

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Die Automatica macht das Thema Industrie 4.0 greifbar. Die Technische Universität München sowie mehrere Aussteller zeigen auf der Messe vom 3. bis 6. Juni in München, wie Roboter verschiedener Hersteller im Netzwerk miteinander arbeiten können.
Bestehende Produktionsanlagen und Roboter müssen für die Industrie 4.0 ertüchtigt werden – weg von starren Lösungen, hin zur flexiblen Kopplung. Agentenbasierte Kopplungsansätze bieten hierfür einen hervorragenden Lösungsansatz, wie Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser vom Lehrstuhl Automatisierung und Informationssysteme (AIS) der Technischen Universität erläutert: „Durch ihre Lernfähigkeit und ihre Fähigkeit der Selbstadaption und Selbstorganisation sind Softwareagenten ideal geeignet.“
Auf der Automatica wird dies anhand einer kooperierenden Produktion eines vom Benutzer gestalteten Flaschenöffners verdeutlicht. „Wir fertigen einen Flaschenöffner, den die Messebesucher mit persönlicher Gravur über ihr Smart Device bestellen“, erklärt Daniel Regulin, wissenschaftlicher Mitarbeiter am AIS: „Der Flaschenöffner wird dann durch die Maschinen beziehungsweise durch die Roboter der beteiligten Partner gefertigt. Zwischen den Ständen transportieren unterschiedliche Roboter die Werkstücke von Bearbeitungsstation zu Bearbeitungsstation. Ein Teil der Roboter kann von den Messebesuchern selbst gesteuert werden.“ Abholort für die Flaschenöffner ist die Sonderschaufläche Smart Factory in Halle A5, Stand 538, auf der auch weitere Informationen und Podiumsveranstaltungen stattfinden.
„Dabei binden wir die verschiedenen Steuerungen der Partner ganz individuell über einen Basisagenten an“, ergänzt Vogel-Heuser. „Dabei können verschiedenste Steuerungslösungen verwendet werden – bis hin zu hybriden Plattformen, die Anwendungen in verschiedensten Sprachen wie C oder IEC 61131-3 beinhalten.“ Zur Einbindung in eine Steuerung bietet Vogel-Heuser ein Starter-Kit für verschiedene Programmiersprachen an.
Die Initiative Agent@Industrie 4.0 soll zeigen, dass mit Industrie 4.0 nicht alles, was bisher eingesetzt wurde, ersetzt werden muss. Denn auch bereits vorhandene und räumlich getrennte Produktionsanlagen lassen sich via Agenten vernetzen. Diese Kopplung geschieht weitestgehend automatisch, dynamisch und kann auch bei bestehenden Anlagen einfach nachgerüstet werden.
Basis für die dynamische Vernetzung der Produktionsanlagen ist ein Agentennetzwerk aus Softwarebausteinen, die untereinander Verhandlungen zur Durchführung und Verbesserung von Produktionsprozessen führen. Ein solcher Agent vertritt dabei eine Anlage oder ein ganzes Unternehmen gegenüber dem Netzwerk.
Über das Netzwerk sind dann zum Beispiel der aktuelle Produktionsfortschritt und ein Liefertermin abrufbar oder es können Aufträge an einzelne Unternehmen verteilt werden. Trotzdem kann das Unternehmen selbst entscheiden, welche Informationen es nach außen freigeben möchte.
Das in München vorgestellte Projekt ist eine Kooperation des AIS (Halle A5, Sonderschaufläche Industrie 4.0), der Messe München sowie der Partner Reis (Halle A4), Fanuc (Halle B4) und Martin Mechanic (Halle B4 und Halle A5 Sonderschaufläche Industrie 4.0), Schunk (Halle A5), Beckhoff (Halle A5, Sonderschaufläche Industrie 4.0).
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