Fraunhofer IPA: Neue Räume

Neues Technikumgebäude für die Fraunhofer-Institute IGB und IPA in Betrieb genommen

Fraunhofer: Mehr Raum für IPA und IGB

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Das Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart gehört zu den größten Standorten für angewandte Forschung und Entwicklung in Baden-Württemberg. In fünf eigenständigen Instituten widmen sich derzeit etwa 1700 Mitarbeitende verschiedensten Forschungsbereichen. Mit einer Nutzfläche von 8300 Quadratmetern – davon allein 1500 Quadratmeter erdgeschossige Technikumsfläche – bietet das neue Gebäude D mehr Platz für Auftrags- und Vorlaufforschung. »Baden-Württemberg soll Innovationsstandort Nummer Eins in Europa bleiben. Mit dem neuen Technikumgebäude für die Fraunhofer-Institute IPA und IGB stärken wir die dafür nötige exzellente Forschungsinfrastruktur und damit die wirtschaftsnahe Forschung ins- gesamt«, so Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg. »Für den Fraunhofer-Campus in Stuttgart – einer der bundesweit größten Fraunhofer-Standorte – stellt dieser Neubau eine herausragende Weiterentwicklung dar und sichert für die Institute weiteres Potenzial für zukünftiges Wachstum hier am Standort«. Prof. Dr. Alfred Gossner, Vorstand Finanzen, Controlling und IT der Fraunhofer-Gesellschaft, ergänzt: »Der Infrastrukturausbau am Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart ist die Folge eines attraktiven Forschungsportfolios und erfolgreicher Forschungsarbeit der Institute. Er legt gleichzeitig den Grundstein für künftige Innovationen »made in Stuttgart« in Zukunftsfeldern wie Industrie 4.0, Robotik, personalisierte und regenerative Medizin. Gleichzeitig erschließt die räumliche Nähe beider Fraunhofer-Institute Synergiemöglichkeiten und ermöglicht gegenseitigen Wissenstransfer zu beidseitigem Nutzen«.

Von Laborautomatisierung über Robotik bis hin zur Wasseraufbereitung

»Unsere Fraunhofer-Institute wachsen sehr schnell und mit dem neuen Gebäude ist ein erster Schritt getan, den dynamisch steigenden Platzbedarf zu decken. Im groß angelegten Campus-Konzept, das wir über die nächsten Jahre umsetzen wollen, entstehen noch viele weitere Labor-, Werkstatt- und Büroflächen. Dass wir heute – nach einigen Verzögerungen während der Bauphase – Eröffnung feiern können, freut mich von Herzen«, so Prof. Dr. Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer IPA. »Die Skalierung von Prozessen ist für das Fraunhofer IGB als verfahrenstechnisch orientiertes Institut ein zentrales Anliegen. Mit den neuen Räumlichkeiten können wir entwickelte Verfahren im industrienahen Maßstab darstellen. Die direkte Nachbarschaft zum Fraunhofer IPA ermöglicht es uns, Prozesse für die Biotechnologie und regenerative Medizin zu automatisieren und damit Produkte wirtschaftlich herzustellen«, berichtet Prof. Dr. Katja Schenke-Layland, Institutsleiterin des Fraunhofer IGB. In verschiedenen Technika werden die entwickelten Verfahren in Pilotanlagen umgesetzt.

Fraunhofer-Kolloquium »Innovationen an Grenzflächen« stellt neue Lösungsansätze vor

Den Forscherinnen und Forschern des Fraunhofer IGB stehen mit dem Technikum ganz neue Möglichkeiten offen. Dieses Potenzial stellt das Institut interessierten Kunden und Partnern im Fachkolloquium »Innovationen an Grenzflächen« vor. Für aktuelle Herausforderungen in den Geschäftsfeldern Gesundheit, Chemie und Prozessindustrie sowie Umwelt und Energie stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Lösungsansätze vor und zeigen, wie ihre Forschung von den Möglichkeiten des modernen Technikumgebäudes profitiert. Im Anschluss haben die Gäste die Gelegenheit, sich bei einem Rundgang ein eigenes Bild von den verschiedenen Anlagen und Laboren des Instituts zu machen. Die Bandbreite der dargestellten Forschungsarbeiten reicht dabei von Technologien für die Lebensmittelindustrie, zur Aufbereitung von Prozess- und Abwasser oder zur Beschichtung von Oberflächen über die industrielle Biotechnologie bis hin zu Gesundheitsthemen wie Tissue Engineering, molekulare Zelltechnologie und Next-Generation Diagnostics.

Fraunhofer präsentiert seine Ausstellung »Meilensteine der Robotik«

Mit der Eröffnung des Neubaus können die Besucher einen weiteren Höhepunkt erleben: Das Fraunhofer IPA präsentiert seine Ausstellung »Meilensteine der Robotik«. Sie hat das Ziel, die Entwicklung der Robotik am Fraunhofer IPA in Originalexponaten darzustellen und Ereignisse oder auch Personen hervorzuheben, die die vergangenen 50 Jahre geprägt haben. Möglich gemacht hat die Ausstellung der Verein zur Förderung produktionstechnischer Forschung e.V. (FpF), der die Entwicklungen an den Fraunhofer-Instituten IPA und IAO seit Jahren begleitet und auch die Alumni-Arbeit betreibt. Sein Geschäftsführer und langjähriger IPA-Institutsleiter, Prof. Dr. Rolf Dieter Schraft, hat sich im Besonderen für die Ausstellung eingesetzt und auch eigene Exponate aus seiner Robotermodell-Sammlung beigetragen. Die Robotermodelle sind in zeitlich chronologischer Folge angeordnet. Sie umfassen Industrie- und Serviceroboter, also auch Roboter für Anwendungen außerhalb der Produktion. Von Anfang an hatte sich das Fraunhofer IPA neben der Entwicklung von Robotertechnologien insbesondere für die Nutzung von Industrierobotern in modernen Produktionen eingesetzt. Die enorme Bandbreite der realisierten Roboteranwendungen wird durch eine Installation von früheren Industrierobotern und eine Fotodokumentation von über 150 Greifern und Werkzeugen dargestellt. Für die Servicerobotik werden beispielsweise mobile Systeme, Kletterroboter und das vergleichsweise neue Feld der Softrobotik gezeigt. Daneben geht es um Exponate, die Einblicke in das Arbeiten und Forschen am Institut bieten, sowie Schlüsseltechnologien der Robotik wie Navigation, Bildverarbeitung oder Mensch-Roboter-Kollaboration. ↓ www.ipa.fraunhofer.de www.igb.fraunhofer.de
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