Interview mit Arno Reich, Abteilungsleiter Industrial Automation und Digital Factory, Hannover Messe „60 Firmen aus Robotik und Greiftechnik zeigen Flagge“

Interview mit Arno Reich, Abteilungsleiter Industrial Automation und Digital Factory, Hannover Messe

„60 Firmen aus Robotik und Greiftechnik zeigen Flagge“

Arno Reich, Abteilungsleiter Industrial Automation und Digital Factory: „Für Unternehmen aus der Robotik, die an der Hannover Messe teilnehmen möchten, sind wir immer offen. Der größte Teil nutzt dies auch bereits.“ Bild: Hannover Messe
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Warum Mensch-Roboter-Kollaboration und künstliche Intelligenz zu den Trendthemen der Hannover Messe 2017 (24. bis 28. April) gehören, erklärt Arno Reich, Abteilungsleiter Industrial Automation und Digital Factory, im Interview.
Wie hat sich der Bereich Robotik auf der Hannover Messe entwickelt?
Reich: Die hervorragende Entwicklung der Robotik in den letzten Jahren zeigt, dass das Themenspektrum der Hannover Messe zunehmend an Bedeutung gewinnt – für die Aussteller als auch für die Besucher. Dabei haben wir zwei Trends hautnah miterlebt. Einerseits die rasante Entwicklung von Industrie 4.0 – vom Buzz-Word zur technologischen Realität. Allein zur vergangenen Hannover Messe wurden rund 400 konkrete Anwendungsbeispiele gezeigt. Andererseits die stetige Weiterentwicklung der Mensch-Roboter-Kollaboration. Das Zusammenspiel zwischen Robotik und Sensorik, Robotik und Bildverarbeitung oder Robotik und Software kann ideal nur auf der Hannover Messe abgebildet werden.
Wer stellt 2017 aus?
Reich: Mehr als 60 Roboterfirmen, Systemintegratoren und Anbieter von Greiftechnik zeigen in Hannover Flagge. Darunter Fanuc, Kuka, Schunk, Comau, Epson, Kawasaki, Universal Robots, Stäubli, Mitsubishi, IBG, Rethink Robotics, Denso sowie Start-ups wie das Münchner Jungunternehmen Franka Emika. Ein weiteres Highlight in der Halle 17 ist der Application Park Robotics, Automation & Vision mit mobilen Robotern und autonomen Systemen live in Aktion, unter anderem mit Comau, Blumenbecker, Incubed IT, Götting und WFT. Darüber hinaus sind Bildverarbeitungsaussteller wie Stemmer Imaging, Asentics, Cognex oder Isra Vision vertreten.
Wie gehen Sie mit der „atmenden“ Halle 17 um – in Automatica Jahren verzichten ja viele große Aussteller auf die Hannover Messe?
Reich: Nicht zuletzt durch die Digitalisierung und Industrie 4.0 wird die Darstellung der vollständigen, vernetzten Systeme immer ausschlaggebender. Diese Präsentationsmöglichkeit ist das große Alleinstellungsmerkmal der Hannover Messe. So konnten wir auch 2016 die meisten namhaften Robotikunternehmen begrüßen. 2018 findet zudem parallel die Cemat statt. Das bedeutet neue interessante Zielgruppen für diese Firmen.
Wollen Sie die Hannover Messe als jährlichen Robotik-Treffpunkt etablieren oder wird die Robotik im Zwei-Jahres-Rhythmus groß in Hannover aufschlagen?
Reich: Die Entwicklung zeigt ein zunehmendes Interesse von Ausstellern an einer kontinuierlichen Präsenz in Hannover. Für Unternehmen aus der Robotik, die an der Hannover Messe teilnehmen möchten, sind wir immer offen. Der größte Teil nutzt dies auch bereits.
Was sind die Trendthemen in Halle 17?
Reich: Das Thema Mensch-Roboter-Kollaboration, die sichere Interaktion von Mensch und Maschine und die damit verbundene künstliche Intelligenz sind ein Trendthema im Bereich der Hannover Messe. Denn mit sinkenden Kosten und steigender Flexibilität bieten Cobots zunehmend auch mittelständischen Unternehmen die Chance, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Aber auch Lösungen für effiziente Prozesse in Industrie 4.0 und Smart-Factory-Szenarien stehen im Mittelpunkt. Ein zentrales Branchen-Event ist sicher auch die jährliche Verleihung des Robotics Award.
Wie spiegelt sich das Leitthema Integrated Industry – Creating Value in Halle 17 wider?
Reich: Gerade kleinere Unternehmen brauchen kosteneffiziente, einfach zu nutzende Lösungen, wenn sie die Chancen der Industrie 4.0 für sich nutzen wollen. Ein Beispiel dafür ist der flexible Industrieroboter Franka Emika, der sich in kürzester Zeit installieren lässt. Der siebenachsige, drehmomentbasierte Arm erkennt selbst leichte Berührungen sofort und schaltet sich ab, wenn ihm ein Mitarbeiter zu nah kommt. Darüber hinaus ist der Roboter sehr leicht über Apps programmier- und bedienbar. Für die Robotik eröffnen sich dadurch neue Anwendungsbereiche – wie zum Beispiel in der Elektronikfertigung.
Inwieweit spielen hier andere Trendthemen wie künstliche Intelligenz mit hinein?
Reich: Weitere Trendthemen sind in der Tat digitale Zwillinge und künstliche Intelligenz, etwa Konzepte für den durchgängigen Datenaustausch und Plattformen für die Nutzung künstlicher Intelligenz – wer die Produktion der Zukunft im Zusammenhang kennenlernen will, der kommt nach Hannover. Die neuesten Entwicklungen rund um Industrie 4.0 werden in den Hallen der Industrial Automation und der Digital Factory gezeigt. ↓
Hannover Messe
„Durch Digitalisierung und Industrie 4.0 wird die Darstellung der vollständigen, vernetzten Systeme immer ausschlaggebender. Das ist das große Alleinstellungsmerkmal der Hannover Messe.“ Arno Reich, Hannover Messe
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