Sieben Millionen Euro für Forschung und Entwicklung investiert Pilz: Kollaborativ und digital in die Zukunft

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Sieben Millionen Euro für Forschung und Entwicklung investiert

Pilz: Kollaborativ und digital in die Zukunft

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Sichere Mensch-Roboter-Kollaboration und Industrie 4.0 sind für Pilz wichtige Zukunftsthemen. Sieben Millionen Euro investieren die Ostfilderner in den Ausbau von Forschung und Entwicklung.

„2016 war für uns ein gutes Jahr“, freut sich Pilz-Geschäftsführerin Susanne Kunschert. Der Spezialist für sichere Automation konnte beim Umsatz mit 306 Millionen Euro (plus 6,2 Prozent) erstmals die 300 Millionen Euro Marke knacken. Und auch bei der Mitarbeiterzahl hat man mit über 1000 Mitarbeitern am Stammsitz in Ostfildern einen Meilenstein erreicht.

Die sichere Steuerungstechnik (samt Antriebstechnik) ist nach wie vor der wichtigste Umsatzträger, aber auch die Bereiche Sensorik und Dienstleistungen legen zu. Als künftiges Wachstumssegment gilt insbesondere die sichere Robotik. „Pilz hat sich hier in den letzten Jahren als Experte für die Sicherheit etabliert und unterstützt als Berater führende deutsche Automobilbauer bei der Umsetzung von Mensch-Roboter-Kollaborationen“, berichtet die Vorsitzende der Geschäftsführung, Renate Pilz, stolz.
„Aktuell erproben wir den praktischen Einsatz einer schutzzaunlosen Roboterapplikation in unserer eigenen Produktion“, so Renate Pilz weiter. Eine mobile, flexible Robotereinheit hilft bei der Lasergravur von Gehäusen. „An dieser MRK-Applikation können unsere Applikations-Ingenieure unter realen Bedingungen sowohl unsere Produkte als auch die notwendigen Schritte auf dem Weg zu sicheren MRK erproben.“
In dem Kontext baut Pilz nicht nur das Safety-Sensorik-Portfolio mit dem neuen Laser-Scanner PSENscan aus, sondern bietet mit dem Kraft- und Druckmesssystem Probms auch ein komplettes Paket für die Validierung von MRK-Applikationen an. Hier forciert man auch neue Geschäftsmodelle jenseits des Produktverkaufs. Das Kraft- und Druckmesssystem ist auf Mietbasis erhältlich – oder der Kunde kauft gleich eine MRK-Beratung inklusive Messungen ein.
Neben der MRK beschäftigt Pilz stark das Thema Digitalisierung. „Die Industrie befindet sich in einem Transformationsprozess. Vernetzung und Digitalisierung der Geschäftsprozesse verändern nicht nur die Produktion, sondern auch die Art, wie wir zusammenarbeiten. Wir sind gut aufgestellt, um diesen Wandel zu gestalten“, erklärt Renate Pilz.
Agile Methoden wie Scrum bringen die Produktentwicklung auf Trab
Schließlich investiere man mit einer F&E-Quote von 19,8 Prozent kräftig in Forschung und Entwicklung. „Durch den Umzug der Produktion in Ostfildern in das neue Peter Pilz Produktions- und Logistikzentrum Ende 2015 haben wir zudem Platz geschaffen für die Erweiterung unserer F&E-Kapazitäten“, ergänzt Thomas Pilz. „Hierzu bauen wir unser bisheriges Produktions- und Verwaltungsgebäude in ein hochmodernes Forschungs- und Entwicklungszentrum um. Dafür investieren wir rund 7 Millionen Euro am Stammsitz.“
Hier entsteht neben Ingenieursarbeitsplätzen und Entwicklungslaboren ein Technikum, in dem Maschinen-Modelle wie Robotersysteme bereitstehen. Thomas Pilz: „Dadurch wird es insbesondere in der Vorausentwicklung möglich sein, Maschinenmodelle entwicklungsbegleitend mit unseren Produkten auszustatten. So können die Anforderungen an die Vernetzung effizient in unsere Produkte umgesetzt werden, um Produkte möglichst nahe an der echten Applikation zu testen.“
Um schneller zu Innovationsergebnissen zu kommen, nutzt Pilz verstärkt agile Methoden für die Produktentwicklung wie Scrum, berichtet Thomas Pilz. Dabei fokussiere man sich bei der Entwicklung auf die wesentlichen Produktmerkmale aus Kundensicht und entwickelt in kleinen Schritten. „So merken wir schneller, welche Funktionalitäten wir nicht benötigen“. so Thomas Pilz. Für eine schnellere Produktentwicklung macht sich Pilz auch den Modul- und Plattformgedanken zu eigen. „Softwarefunktionen werden so entwickelt, dass sie als wiederverwendbares Modul in weiteren Produkten zum Einsatz kommen können“, sagt Thomas Pilz.
Neben dem Thema Software beschäftigt man sich in Ostfildern stark mit dem Thema Cloud und Datenauswertung und baut eine eigene Pilz-Cloud auf. Darüber könnte man letztlich sogar Steuerungs- und Automatisierungs-Funktionalität quasi nach Nutzung abrechnen, berichtet Thomas Pilz. Ob das der Markt aber auch wolle, müsse man abwarten. „Hier arbeiten wir auch ein stückweit mit Trial und Error.“ ↓
Pilz GmbH & Co. KG

Laserscanner überwacht

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Mit dem Sicherheits-Laserscanner PSENscan komplettiert Pilz sein Safety-Portfolio. Das Anwendungsspektrum reicht von einer stationären Flächenüberwachung über fahrerlose Transportsysteme bis zur Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK).
PSENscan überwacht bis zu drei getrennte Zonen gleichzeitig. Dank des großen Öffnungswinkels von 275° können Anwendungen, in denen mehrere Seiten einer Maschine oder eines FTS überwacht werden sollen, mit einer geringeren Anzahl von Geräten realisiert werden. Zudem können mit einer Schutzfeldreichweite von 3 bis 5,5 Metern selbst große Flächen mit nur einem Gerät abgedeckt werden. Bis zu vier Laserscanner können nach dem Master-Slave-Prinzip in Reihe geschaltet werden. ↓
Pilz GmbH & Co. KG
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