Siemens: Digitalisierung verändert die Metallbearbeitung

Integrierte Hardware- und Softwarelösungen steigern Flexibilität und Effizienz in der Produktion

Digitalisierung verändert die Metallbearbeitung

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Mit dem weiterentwickelten Bedienkonzept für Sinumerik Operate können Werkzeugmaschinen übersichtlicher und intuitiver bedient werden. Bild: Siemens
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Welches konkrete Potenzial die Digitalisierung für die Werkzeugmaschinenwelt eröffnet, will Siemens auf der EMO 2017 in Hannover unter Beweis stellen. Der Hersteller zeigt dazu integrierte Hard- und Softwarelösungen, die von der Maschinensteuerung bis in die Cloud reichen.
Die Digitalisierung wird laut Siemens in diesem Jahr das bestimmende Thema auf der EMO sein. Entsprechend zeigen die Münchner auf rund 1200 Quadratmetern in Halle 25, wie Werkzeugmaschinenanwender und -bauer jeder Größe von der Digitalisierung profitieren können. „Die Digitalisierung wird die gesamte Werkzeugmaschinenindustrie gravierend verändern und nach vorne bringen“, erklärt Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Siemens Business Unit Motion Control. „Die völlig neuen Möglichkeiten durch die Verknüpfung der digitalen mit der realen Welt ermöglichen deutliche Produktivitätsschübe und völlig neue Geschäftsmodelle. Das gilt für Maschinenbauer ebenso wie für Maschinenbetreiber. Und es gilt für kleine und mittlere Unternehmen ebenso wie für die Großen der Branche.“ Für Heuring ist die Digitalisierung der zentrale Wachstums- und Profitabilitätstreiber für die Werkzeugmaschinenbranche. Siemens sei der weltweit einzige Anbieter von integrierten Soft- und Hardwarelösungen für jede Phase der Wertschöpfung beim Bau wie bei der Anwendung von Werkzeugmaschinen. „Damit ermöglichen wir die digitale Durchdringung und Neukonzeption ganzer Wertschöpfungsketten in der Werkzeugmaschinenindustrie“, so Heuring. Entsprechend präsentiert Siemens auf der EMO, speziell auf die Werkzeugmaschinenindustrie zugeschnitten, sein integriertes und durchgängiges Portfolio von digitalen Plattformen und einer Vielzahl von Applikationen. Das Angebot reicht beim Maschinenbauer vom Maschinenkonzept und -engineering bis hin zu Inbetriebnahme und Service. Für den Maschinenbetreiber deckt die Palette an Digitalisierungslösungen dessen gesamte Wertschöpfungskette von der Produktentwicklung und Produktionsplanung bis hin zur eigentlichen Produktion und zum digitalen Service. Mit diesem holistischen Ansatz sieht sich Siemens in der Lage, die realen Prozessketten des Maschinenbauers und des Maschinenbetreibers durchgängig in der virtuellen Welt (Digital Twin) abzubilden.

Werkzeugmaschinen verwalten in der Cloud

Welche Möglichkeiten die Anbindung an das cloudbasierte, offene IoT-Betriebssystem Mindsphere bietet, verdeutlicht Siemens mit Manage My Machines, der ersten Mindsphere-Applikation für die Werkzeugmaschine. Auf dem Hannoveraner Ausstellungsgelände werden etwa 200 Werkzeugmaschinen darüber an die Cloud angebunden. Mit Manage My Machines erhält der Betreiber Cloud-basiert einen Überblick über wichtige Daten und Betriebszustände seiner Maschine. Durch die erhaltene Transparenz kann er kurzfristig reagieren und seine Produktion optimieren. Eine robuste und leistungsfähige Hard- und Software-Lösung für den maschinennahen Einsatz (Edge Computing) stellt Sinumerik Edge dar. Basierend auf einem Industrie-PC mit hochperformanter Anbindung an die CNC sowie Konnektivität zu Netzwerk bzw. Cloud, dient sie als Plattform für maschinennahe Applikationen mit Echtzeit-Daten zur Prozessüberwachung und -optimierung. Sinumerik Edge verarbeitet und analysiert die Prozessdaten ganz nah am Bearbeitungsprozess. Die Entkopplung von Datenverarbeitungsaufgaben und Prozesssteuerung sorgt für die notwendige Sicherheit und Produktivität im Bearbeitungsprozess. Maßgeschneiderte Anwendungen (Edge Apps) sorgen unter anderem für die Überwachung und Optimierung. Darüber hinaus können Maschinenhersteller oder Dienstleister eigene Edge Apps in die offene Plattform einbinden.

Individuelle Bedienkonzepte schnell erstellt

Weiter entwickelt hat Siemens auch das Bedienkonzept für die CNC-Bedienoberfläche Sinumerik Operate. Werkzeugmaschinen sollen sich übersichtlicher und intuitiver bedienen lassen. Simatic Win CC bietet Maschinenherstellern eine komfortable und anpassungsfähige Basiskonfiguration samt intuitiv aufgebauter Softwarewerkzeuge. Damit lässt sich die Bedienoberfläche per Drag & Drop gestalten. So können Maschinenhersteller eigene Bedienkonzepte einfach umsetzen und um maschinenspezifische Funktionen anreichern. Dadurch haben sie die Möglichkeit, ihr eigenes Design Corporate-Identity-gerecht aufzubauen und somit der Werkzeugmaschine ein modernes und individuelles Erscheinungsbild zu verleihen. Siemens AG www.siemens.com EMO: Halle 25, Stand D60

Referenzwerk für Digitalisierung

Seit 80 Jahren fertigt Siemens am Standort Bad Neustadt an der Saale Elektromotoren für den industriellen Einsatz. Aktuell verlassen jährlich über 600 000 Elektromotoren in 30 000 Varianten bis Losgröße 1 das Werk. Vor anderthalb Jahren hat man dort systematisch begonnen, sämtliche Digitalisierungsprodukte von Siemens und Technologiepartnern zu implementieren. Mit wachsendem Erfolg: „Bis heute haben wir 40 Prozent kürzere Durchlaufzeiten bei Prozessänderungen erzielt, Korrekturschleifen um 50 Prozent beschleunigt und Hochlaufzeiten neuer Maschinen um 50 Prozent verkürzt“, berichtet Werkleiter Peter Deml. Deshalb baut Siemens das Werk zur Vorzeigefabrik für Digitalisierung in der Metallbearbeitung auf. In der im Frühjahr eröffneten „Arena der Digitalisierung“ informiert der Hersteller auf 800 Quadratmetern anhand sechs konkreter Themenfelder darüber, wie Produkte und Lösungen aus dem eigenen Portfolio Schritt für Schritt in einer bereits bestehenden und laufenden Fertigung implementiert werden können. „Gezeigt werden konkrete Use Cases, die alle in den eigenen PLM-, Fertigungs- und Serviceprozessen genutzt werden“, erläutert Wolfgang Heuring, CEO der Siemens Business Unit Motion Control. „Wir wollen das Wissen und die Erfahrungen zu Digitalisierung hier am Standort mit unseren Kunden aus der Werkzeugmaschinenindustrie teilen.“
In der „Arena der Digitalisierung“ zeigt Siemens, wie Digitalisierung in der Metallbearbeitung eingesetzt wird. Bild: Siemens
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