Von der flexiblen Logistik bis zur Mensch-Roboter-Kollaboration in der Montage Digitale Helfer in der Automobilfabrik 2020

Von der flexiblen Logistik bis zur Mensch-Roboter-Kollaboration in der Montage

Digitale Helfer in der Automobilfabrik 2020

Uwe Weber, Managing Partner bei Detecon International. „Die wohl massivsten Umwälzungen für die Automobilproduktion finden derzeit in der Montage statt.“ Bild: Detecon
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Mit der Studie Future Production – Automobilproduktion 2020 gibt das Beratungshaus Detecon Handlungsempfehlungen für eine effizientere Gestaltung der Automobilproduktion.

„Aufgrund der wachsenden Produkt- und Modellvielfalt werden sich in der Automobilproduktion flexible Logistiksysteme entwickeln, die nicht mehr wie früher starren Planungen verhaftet sind, sondern in denen Fahrzeuge ihre Teile selbst nachbestellen können“, sagt Uwe Weber, Managing Partner bei Detecon. Ziel müsse sein, auch bei kleinen Losgrößen und schnellen Modellwechseln die Just-in-Sequence-Lieferung von Teilen an die Zwischenlinie zu gewährleisten.

Um dieses Plus an logistischer Agilität herstellen zu können, werden die deutschen Autobauer bis 2020 vermehrt intelligente Bauteile und Betriebsmittel implementieren, ist Weber überzeugt. Dazu gehören auch autonom fahrende Transportfahrzeuge, die ihre Ziele direkt ansteuern und nicht mehr starren Linienführungen unterworfen sind.
Zudem werden immer häufiger Smart Glasses eingesetzt, die dem Kommissionierer Anweisungen geben und somit Fehlerraten reduzieren. Intelligente Behälter ermöglichen durch integrierte Kameras den Abruf von Füllstands-, Zähl- und Bestellinformationen sowie die automatisierte Nachbestellung von Teilen.
„Der Rohbau ist zwar in Sachen Automatisierung bereits weit entwickelt. Doch auch hier lassen sich noch kürzere Umrüst- und Durchlaufzeiten erzielen, betont Weber. Er rechnet daher für 2020 mit einer nahezu durchgängigen Vernetzung von Maschinen und Anlagen. „Dabei stellen intelligente Werkzeuge, zum Beispiel in der Pressenstraße, ein Höchstmaß an Präzision und Qualität sicher, indem sie Formabweichungen durch digitale Sensoren auf ein Minimum von einigen zehntel Millimeter reduzieren.“
Die wohl massivsten Umwälzungen für die Automobilproduktion erwartet Weber in der Montage. „Signifikant ist der Fortschritt bei der Mensch-Roboter-Kooperation (MRK), der bereits bei den Autobauern in Pilotprojekten getestet beziehungsweise in Einzelbereichen angewandt und sich bis 2020 in der Werkshalle etabliert haben wird.“ Cobots, also kollaborative Roboter, werden ihre menschlichen Kollegen dann auf engstem Raum unterstützen, ohne durch Schutzzäune von ihnen getrennt zu sein.
In der Montage können Cobots multifunktional eingesetzt werden: Die Aufgaben reichen vom Anreichen einzelner Teile, über die Maschinenbeschickung bis zur Montage. Die menschlichen Mitarbeiter werden so bei repetitiven Tätigkeiten entlastet und können sich verstärkt anderen Aufgaben widmen. Zudem sind Cobots mobil und navigieren bei Bedarf selbstständig durch die Montagestraße. Durch ihre Flexibilität können sie dort eingesetzt werden, wo herkömmliche Roboter bisher ausgeschlossen waren. ↓
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