Siemens: Cloud-System Mindsphere wächst

50 Apps stehen bereits zur Verfügung – Infrastruktur ist wählbar

Cloud-System wächst

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Siemens Cloud-Plattform Mindsphere wächst und gedeiht. Das Ökosystem umfasst inzwischen eine ganze Reihe prominenter Namen wie IBM, Microsoft, Atos, Accenture oder Amazon Web Services.

„Mindsphere ist unser cloudbasiertes, offenes Betriebssystem für das Internet der Dinge“, erklärt Dr. Florian Beil, Leiter Technical Sales Data Services bei Siemens. Angeschlossen an Mindsphere sollen sich enorme Datenmengen schnell und effizient auswerten lassen, um so Prozesse zu optimieren sowie Anomalien aufzudecken.

Für die Anbindung von Maschinen an die Cloud-Plattform gibt es unter dem Stichwort Mindconnect eine Reihe von IoT-Konnektoren. Dazu gehört die Gateways Simatic IOT2000-Familie oder die Connector Box „Mind Connect Nano“. Auch der WLAN- und Mobilfunk-Router Ruggedcom RX1400 ermöglicht eine direkte Verbindung zu Mindsphere. Er trotzt extremen Temperaturen von –40 bis +85 °C und rauen Bedingungen und eignet sich daher auch für extreme Anwendungsbereiche.
Zudem bringt Siemens mit Simatic RF600 das erste RFID-System, das Daten direkt an die Cloud liefert. Via OPC UA wird das RFID-System über IoT-Gateways direkt an Mindsphere angebunden. So können Behälter, Paletten oder Produktionserzeugnisse, die mit einem RFID-Transponder ausgestattet sind, erfasst und nachverfolgt werden.
Spezielle IoT-Gateways sind aber nur eine Übergangslösung: Zukünftig soll die Verbindung zur Mindsphere-Cloud direkt in die eigenen Steuerungsprodukte integriert werden. Beim SPS-Controller Simatic S7-1500 ist die Cloud-Konnektivität bereits eingebaut, weitere folgen. Die Bibliothek Mind Connect Lib bietet zudem externen Entwicklern neue Möglichkeiten, Embedded Devices an Mindsphere anzubinden.
Auf welcher konkreten Cloud-Infrastruktur die Software-Plattform Mindsphere läuft, kann der Kunde entscheiden. Siemens arbeitet dazu mit verschiedenen Cloud-Infrastruktur-Anbietern zusammen, darunter SAP, Microsoft oder Amazon Web Services. „Dieser Ökosystem Gedanke ist ein ganz zentraler Aspekt“, betont Beil.
Partner beleben das App-Ökosystem
Denn nicht nur in Sachen Cloud-Infrastruktur arbeitet Siemens mit Partnern zusammen: Auch für Beratung und Systemintegration hat man sich mit Atos, Accenture oder PwC prominente Unterstützer mit an Bord geholt. Vor allem aber erhofft sich Siemens, dass die Partner das Cloud Angebot über entsprechende Apps mit Leben und Mehrwert füllen. „Rund 30 Partner entwickeln bereits Apps für die Plattform“, berichtet Beil. „Letztlich wollen wir so eine Art Itunes für die Industrie werden“, so Beil.
So will Accenture eine Reihe von Mindsphere-Apps im Bereich vorausschauende Instandhaltung oder Zustandsüberwachung entwickeln. Auch Atos konzipiert mobile Apps, mit denen Mitarbeiter alle relevanten Informationen von Maschinen oder Fertigungslinien aufbereitet auf ihrem mobilen Endgerät erhalten. Zu den ersten sechs Mindsphere Applikationen von Atos gehören unter anderem eine Manufacturing Sustainability App sowie die Production Confirmation App.
Rund 50 Apps stehen aktuell bereits zur Verfügung. Darunter ist auch die Siemens-App Drive System Analyzer, die durch Datenanalyse Schäden am Antriebsstrang frühzeitig erkennt.
Um solche Datenanalysen zu vereinfachen, holt sich Siemens auf Technologieseite Partner wie IBM an Bord. Deren Watson Intelligenz steht Mindsphere-Kunden und -Partnern zur Verfügung. So erhalten Geschäftskunden Zugang zu Visualisierungsfunktionen und Dashboards, während App-Entwickler über Schnittstellen spezielle Analytics-Technologien nutzen können. Diese reichen von vorausschauenden Analysen (predictive analytics), Analysen inklusive Handlungsempfehlungen (prescriptive analytics) bis hin zu kognitiven Analysen (cognitive analytics).
Als Pilotkunden konnte Siemens den Honmaschinen-Hersteller Gehring gewinnen. Gemeinsam hat man eine Lösung entwickelt, mit der in Echtzeit Daten der Honmaschinen beim Kunden an Gehring übermittelt und ausgewertet werden. „Für unsere Kunden ist diese digitale Verbindung ein Riesenvorteil. Wir erkennen den Bedarf, zum Beispiel nach einem Austausch von Honwerkzeugen, und reagieren darauf, noch bevor der Kunde überhaupt weiß, dass er ihn hat“, sagt Dr. Sebastian Schöning, CEO der Gehring Gruppe. ↓
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