Es entsteht ein „einzigartiger Komplettanbieter in der Industrieautomation“ B&R-Übernahme: ABB greift Siemens an

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Es entsteht ein „einzigartiger Komplettanbieter in der Industrieautomation“

B&R-Übernahme: ABB greift Siemens an

ABB-Chef Ulrich Spiesshofer stolz: „B&R ist das Microsoft der Maschinen- und Fabrikautomation und hat fantastische technologische Innovationen hervorgebracht.“ Bild: ABB
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Mit der milliardenschweren Übernahme von B&R komplettiert ABB sein Automationsportfolio und bläst zum Angriff auf Siemens.

ABBs CEO Ulrich Spiesshofer ist offensichtlich sehr happy über die B&R-Akquisition, denn bei der Ankündigung überschlägt er sich mit Superlativen: „der wichtigste Deal ever“, „ein wahrer Meilenstein“, „B&R ist ein echtes Juwel“ und so weiter.

Etwas nüchterner betrachtet, schließt ABB mit der Übernahme (die laut Insidern rund 2 Milliarden schwer ist) eine seit langem klaffende Angebotslücke in der Maschinen- und Fabrikautomation: Denn B&R ist stark bei Themen wie SPS, Industrie-PCs und Servo-Antriebe, wo ABB bislang eher schwach auf der Brust war. Zusammen mit ABBs Angebot in Sachen Robotik, Prozessautomation, Digitalisierung und Elektrifizierung ergebe dies einen „einzigartigen Komplettanbieter in der Industrieautomation“, schwärmt Spiesshofer: „Wir passen perfekt zusammen.“
Deal passt auch digital
Zumal ABB mit der Übernahme auch das Digital- und Softwareangebot ausbaut. So steuert B&R nicht nur die integrierte Software Entwicklungsumgebung Automation Studio bei, sondern bietet mit Mapp Technology einen innovativen Software-Baukasten, der die Softwareentwicklung im Maschinenbau massiv vereinfacht. Abgerundet wird das Software-Portfolio mit dem Prozess- und Fabrikleitsystem Aprol.
Konsequenterweise wird B&Rs Hauptsitz in Eggelsberg zu ABBs globalem Zentrum für die Maschinen- und Fabrikautomation unter der Leitung des B&R-Geschäftsführers Hans Wimmer. In diese neue Geschäftseinheit bringt ABB auch seine bestehenden Aktivitäten in punkto SPS und Servo-Antriebe ein.
Mit der aus Barmitteln finanzierten Transaktion kauft sich ABB auch einen Umsatzmotor ein: B&R ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten um rund 11 Prozent pro Jahr gewachsen und hat seinen Umsatz seit dem Jahr 2000 verfünffacht. Damit bläst ABB auch zur Attacke auf den Rivalen Siemens, dem man mit dem gemeinsamen Umsatz (ca. 15 Milliarden in der Industrieautomation) nun auf die Pelle rücke. „Künftig gibt es zwei Big Player: Siemens und uns“, betont Spiesshofer. Wettbewerber wie Schneider Electric, Fanuc, Rockwell, Yaskawa oder Kuka blieben in Sachen Größe deutlich zurück.
Fragezeichen bleiben
Aktienanalysten loben den Kauf als klugen strategischen Schachzug. Barclays-Analyst James Stettler: „Damit wird ABB die einzige Firma, die die komplette Fabrikautomation mit Robotik kombiniert.“ Ganz so stimmt das jedoch nicht, denn für die Maschinenautomation haben durchaus auch andere Anbieter wie Fanuc, Mitsubishi oder Yaskawa/Vipa eine Kombi aus Steuerung und Robotik im Angebot.
Zudem bleibt abzuwarten, wie sich ABBs Robotik-Steuerung in B&Rs umfassende Maschinenplattform einfügen wird. Schließlich bietet B&R mit Mapp Bausteine, die Roboter auch ohne explizite Roboter-Controller ansteuern. In dem Kontext pflegt B&R eine enge Partnerschaft mit Comau („Openrobotics“) – auch hier bleiben Fragezeichen. ↓
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