40 Prozent weniger Fläche, 20 Prozent weniger Energieeinsatz, zehn Prozent geringere Materialkosten Fahrendes Portal umgarnt das Windkraft-Rotorblatt

40 Prozent weniger Fläche, 20 Prozent weniger Energieeinsatz, zehn Prozent geringere Materialkosten

Fahrendes Portal umgarnt das Windkraft-Rotorblatt

Die Lackierroboter sind erst der Anfang. Künftig soll die gesamte Bearbeitung des Rohlings mittels Robotern automatisiert werden
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Der geplante rasante Ausbau der erneuerbaren Energien stellt die Hersteller von Windkraftanlagen vor technische Herausforderungen. Bislang entstehen zentrale Komponenten noch überwiegend in Einzelfertigung. Mit einer innovativen Roboter-Portaltechnologie will ABB dies ändern.
Vergleichbar dem Motor des Autos gelten die Rotorblätter als das Herzstück einer Windanlage. Sie werden häufig noch manuell geschliffen und gereinigt, grundiert und lackiert. Aber die rasche Expansion zwingt Firmen wie den deutschen Marktführer Enercon zur Automatisierung.
So werden beispielsweise bereits seit drei Jahren Rotorblätter in Magdeburg nicht mehr von Männern in weißer Schutzkleidung und Atemmaske lackiert, sondern von ABB-Robotern. Das schützt nicht nur die Gesundheit der Menschen, es ermöglicht auch eine viel genauere Dosierung. „Es wird gerade so viel wie nötig appliziert, so genau bekommt ein Mensch das gar nicht hin“, sagt Dr. Gunter Boerner, technischer Leiter im Lackierbereich von ABB Robotics.
Die Lackierroboter sind aber nur der Anfang. Künftig soll die gesamte Bearbeitung des Rohlings mittels Robotern automatisiert werden: Abschleifen, Reinigen, Entstauben, Schutzgrundierung, Lackierung und Infrarottrocknung. Die zugrunde liegende Idee ist einfach: Nicht das zu bearbeitende Rotorblatt bewegt sich – etwa in eine Lackier- oder eine Trockenkammer hinein und wieder hinaus. Es sind vielmehr die Bearbeitungsaggregate, die sich am Rotorblatt entlang bewegen – wie in Autowaschstraßen, wo das Trocknungsgebläse an einem Portal befestigt langsam über das Auto hinweg zieht.
Künftig sollen solche Portale dann eben an den bis zu 70 Meter langen Rotorblättern vorbeiziehen. Sie werden mit Robotern für unterschiedliche Arbeitsgänge bestückt sein. Den Anfang machen die Abschlusslackierarbeiten. Schließlich hat man schon seit drei Jahren Rotorblatt-Lackierroboter im Einsatz, wenn auch nicht auf Portalen, sondern in einer Lackierkabine.
Als nächstes steht die Automatisierung der Reinigung an. Zum Schluss wird das Portal für den Schleifvorgang entwickelt. „Damit wäre dann der gesamte Coating-Prozess automatisiert“, sagt Heinz Gerteiser, der bei ABB die Robotik für Zentraleuropa leitet. Er verspricht 40 Prozent weniger Produktionsfläche, 20 Prozent weniger Energieeinsatz, zehn Prozent geringere Materialkosten bei der Bearbeitung der einzelnen Rotorblätter. Und eine modulare Bauweise, die den Anlagenbauern die schnelle Anpassung ihrer Produktion erlaubt.
Inzwischen ist die Portal-Idee patentrechtlich geschützt. ABB Automation will sie schließlich weltweit vermarkten. Denn die Idee eignet sich nicht nur für Rotorblätter, sondern für alle langen Gegenstände, Eisenbahnen, Schiffe oder Flugzeuge zum Beispiel.
ABB Automation GmbH www.abb.de/robotics
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