Gefordert: hohe Greifkräfte und großer Hub auf kompaktem Raum Robuster Greifer sichert Möbelrohr-Handling

Gefordert: hohe Greifkräfte und großer Hub auf kompaktem Raum

Robuster Greifer sichert Möbelrohr-Handling

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In einer Linearportalanlage des Maschinenbauers Unirobot für einen großen deutschen Möbelhersteller handhaben Greifer der Zimmer Group Möbelrohr-Abschnitte.

Unirobot hat sich auf die Entwicklung und Fertigung von individuellen Sonderlösungen spezialisiert. Für einen der größten deutschen Möbelhersteller hat der Maschinenbauer eine Sortieranlage gebaut, auf der Rohrabschnitte für Tisch- und Stuhlbeine und Ähnliches sortiert werden. Die Anlage verarbeitet mit einer Zykluszeit von 10 s ein breites Spektrum an Querschnitten und Durchmessern und kann neben Rundrohren mit Durchmessern von 12 bis 120 mm auch Rechteckrohre von 50 bis 100 mm sowie Dreikantrohre und Ovalrohre handhaben.

Die Rohre werden zunächst auf einer Rohrlaserschneidanlage auf eine Länge von 300 bis 3100 mm abgelängt. Eine spezielle Logik sorgt dafür, dass die unterschiedlich langen Rohrabschnitte in definierter Abholposition bereitliegen. Von dort werden sie automatisch gegriffen und in Gitterboxen abgelegt. Die Unirobot-Software berücksichtigt dabei die Zahl der vorhandenen Gitterboxen und stapelt dann die Rohrabschnitte so aufeinander auf, dass die gerade vorhandene Boxenkapazität bestmöglich genutzt und der Füllgrad maximiert wird.
Zur Handhabung der Rohrabschnitte haben die Konstrukteure ein Linienportal entwickelt, das an seiner Z-Achse zwei Greifer des Typs GH6360-B trägt. „Der Greifer bringt die geforderten hohen Greifkräfte auf, baut dennoch schlank genug und weist gleichzeitig mit 120 Millimeter einen so großen Hub auf, dass er das gesamte Spektrum an Rohrdurchmessern greifen kann“, erläutert André Pütz, warum er sich nach einer Marktanalyse für Zimmer entschieden hat.
Die Greifer sind sehr robust und schaffen bis zu 10 Millionen Greifzyklen ohne Wartung. Neben ihrem großen Hub bieten sie auch Greifkräfte, die um rund 30 % höher sind als bei Wettbewerbsprodukten. Das ermöglicht nicht nur bis zu 25 % längere Greifbacken, sondern senkt auch die Kosten, da bei vorgegebener Greifkraft die Komponenten kleiner dimensioniert werden können.
Die beiden Greifer sind auf einer gemeinsamen Grundplatte montiert und können dadurch im Parallelbetrieb die Rohrabschnitte mit vier Fingern greifen – wobei die Greiffinger diamantbeschichtet sind, um die teilweise noch ölbehafteten Rohre prozesssicher greifen zu können.
Um die Rohrabschnitte anschließend in Gitterboxen in der richtigen Position ablegen zu können, sind die Greifer über die Grundplatte auf einer Flachschwenkeinheit des Typs SF125-90N-C montiert. Mit ihr können die beiden Greifer beim Ablegen in diejenige Position geschwenkt werden, die von der Optimierungsstrategie der Software vorgegeben werden. Die Schwenkeinheiten können durch ihre Endlagendämpfung mehr Masse in kürzester Zeit schwenken als Wettbewerbsprodukte und somit den Teileausstoß der Anlage deutlich erhöhen.
Da nicht völlig auszuschließen ist, dass die Rohre nach dem Ablegen in den Gitterboxen verrutschen, wurde der Greiferaufbau mit einem Kollisionsschutz der Serie CSR ergänzt, um bei potenziellen Kollisionen mit den Rohrabschnitten Schäden am Portal zu vermeiden. Die Auslösempfindlichkeit dieses Kollisionsschutzes kann durch die Einstellung des Luftdrucks genau auf die Anwendung abstimmt werden.
Die Serie CSR ist zudem mit einer integrierten Sensorik ausgestattet, die bei einer Kollision ein Signal an die Steuerung gibt, um einen Nothalt auszulösen. Die Rückstellung erfolgt ausschließlich manuell, weil dadurch sichergestellt wird, dass der Werker vor dem Wiederanlauf das Portal und den Grund für den Nothalt begutachtet hat. ↓
Zimmer GmbH
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