Automatisierte Spritzgussanlage: Serienfertigung für Elektronikindustrie Fünf Roboter auf engstem Raum

Automatisierte Spritzgussanlage: Serienfertigung für Elektronikindustrie

Fünf Roboter auf engstem Raum

Mit der sehr kurzen Zykluszeit von gerade 40 Sekunden produziert die MAK 242025 Buchsenleisten für die Elektronikindustrie. Bild: Martin Mechanic
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Fünf Roboter verrichten in einer Spritzgussanlage von Martin Mechanic exakt aufeinander abgestimmt ihren Dienst. Mit der Anlage werden Buchsenleisten für die Elektronikindustrie produziert.

Mit sehr kurzen Zykluszeiten von nur 40 Sekunden entstehen auf der Anlage 27-polige Buchsenleisten für Spannungsleitungen. Zu Beginn führen Haspeln das Material von der Rolle zu. Je nach Bedarf werden daraus drei Einheiten mit je sechs kleinen, mittleren oder großen Buchsen ausgestanzt. Beim siebten Hub werden alle gleichzeitig gebogen. Der Kuka-Roboter KR 6 R700 sixx entnimmt alle sechs gebogenen Buchsen aus dem Stanzwerkzeug und legt sie im ersten von vier Nestern des Rundschalttisches der Anlage ab.

Das geschieht dreimal in Folge, bis die Nester mit 18 Buchsen belegt sind. Dafür dreht sich der Rundschalttisch je Takt um 90 Grad weiter. Für die Arbeitsgänge auf dem Rundschalttisch wurde bewusst ein Sechs-achs-Roboter gewählt, der die Buchsen bereits in passgenauer Werkzeuglage einsetzt.
Denn der nachfolgende Scara-Roboter von Omron Yamaha, der 18 Teile gleichzeitig in die Werkzeug-Kassette für die Spritzgussmaschine einlegt, kann nicht wenden. Dafür arbeitet er jedoch mit einer Genauigkeit von zwei hundertstel Millimeter. Hat er diesen Arbeitsschritt dreimal ausgeführt, ist die Kassette mit 54 Teilen bestückt. Noch in der Übergabestation werden die Werkzeugkassetten und ihr Inhalt auf 120 Grad erhitzt. Ein fünfter Roboter vom Typ Kuka KR30-2 greift sich mit seinem Vierfach-Greifer den kompletten Kassettensatz und legt ihn in die Spritzgussmaschine ein. Bei einer Traglast von 30 Kilogramm ist dieser ebenfalls in der Lage, vier fertig umspritzte Buchsenleisten auf einmal zu greifen und auf dem Auftrageband abzulegen. Anschließend stellt er die leeren Werkzeugkassetten wieder in der Übergabestation ab, wo sie erneut befüllt werden.
Das Gehirn der 54 Quadratmeter großen Fertigungsanlage ist eine SPS-Steuerung vom Typ Siemens S1500 mit Touchpaneel. Von Anfang an waren sich die Ingenieure sicher, dass trotz der knappen Zeitvorgabe des Kunden die Realisierung der Anlage rechtzeitig klappen würde. „Allerdings muss man ehrlicherweise auch sagen, dass wir das Projekt in dem engen Zeitkorsett nur deshalb realisieren konnten, weil unser Team über eine mehr als 40-jährige Erfahrung im Sondermaschinenbau verfügt“, so Firmenchef Claus Martin. ↓
Martin Mechanic Friedrich Martin GmbH & Co KG
www.martinmechanic.com; Motek Halle 5, Stand 5110
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