Über 100 Spritzgießmaschinen werden über Signalsäule per Funk überwacht und analysiert Clevere Maschinendaten-Erfassung steigert Effizienz um 10 %

Über 100 Spritzgießmaschinen werden über Signalsäule per Funk überwacht und analysiert

Clevere Maschinendaten-Erfassung steigert Effizienz um 10 %

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Die Marquardt-Gruppe stellt elektromechanische und elektronische Schaltsysteme her – darunter intelligente Fahrberechtigungssysteme für Mercedes, BMW, Volkswagen und Audi. Zusammen mit Werma Signaltechnik haben die Schwaben aus jeder Signalsäule ein modernes Maschinen-Daten-Erfassungssystem gemacht und so den Sprung zum Lean Management geschafft.

„Es war so einfach“, erzählt Stefan Wetzel, Teamleiter Muster/Vorserienfertigung in Rietheim-Weilheim. „Unsere eigenen Elektriker haben das MDE-System innerhalb kürzester Zeit zum Laufen gebracht.“ Angefangen hat alles damit, dass das Familienunternehmen auf Windows 7 umgestellt hat. Das vorhandene MDE-System war aber damit nicht kompatibel.

Die Spritzgießabteilung stand daher vor einer großen Herausforderung: Schnell musste eine Lösung gefunden werden, denn über 100 Maschinen erforderten Überwachung und Auswertung. Der Markt bot zahlreiche Fertigungsleitsysteme zur Optimierung der Auftragsabwicklung. Doch Wetzel wurde ausgerechnet in der direkten Nachbarschaft fündig.
„Natürlich hat die direkte Nachbarschaft klare Vorteile, doch das war nicht der ausschlaggebende Grund für die Entscheidung“, erklärt der Teamleiter, mit fast 20 Jahren Berufserfahrung ein echter Fachmann in Sachen Maschinen-Daten-Erfassung.
Morgens installiert, nachmittags ausgewertet
Heute sind die Spritzgießmaschinen mit einem Funksender WIN slave ausgestattet – der in die vorhandene Signalsäule integriert wird. Das Wireless Information Network (WIN) ist ein funkbasiertes MDE-System zur Optimierung von Fertigung, Montage und Logistik.
„Dieses hat alle unsere Erwartungen erfüllt“, erklärt Wetzel. Es ist nicht nur mit Windows 7 kompatibel, sondern konnte per Plug & Play integriert werden. Hauseigene Techniker haben das WIN slave Element – ohne Unterbrechung der laufenden Produktion – mithilfe eines Bajonettverschlusses in die Signalsäule integriert. Es war in Kombination mit der MDE-Software sofort einsatzbereit. Schon am Nachmittag lag die erste Auswertung vor.
Im Mai 2014 rüstete Marquardt auf über 100 Spritzgießmaschinen die Zusatzfunktion Performance nach. Diese ermöglicht neben der Zustandsüberwachung auch die Stückzahlerfassung von Maschinen und Anlagen. „Die Effizienzsteigerung ließ nicht lange auf sich warten“, erklärt der Verbesserungs-Prozess-Beauftragte Marc Mächtel. Schon nach kurzer Zeit konnte der Automobilzulieferer eine Steigerung von 10 % im Vergleich zu dem damaligen System verbuchen. „Das ist ein grandioses Ergebnis“, so Mächtel.
Mit WIN erkennt man nun Stillstände und Störungen innerhalb von Sekunden. Große Bildschirme an einer zentralen Stelle in der Spritzerei zeigen eine Übersicht über alle Spritzgießmaschinen, dabei sind besonders die Nachtschichten von Interesse.
Die Visualisierung dient den Teams in der Fertigung als Grundlage für das tägliche Shopfloor-Meeting. „Sobald mehr als 50 Prozent des Kuchendiagramms einer Maschine einen Maschinenstillstand anzeigen, kann sofort reagiert werden“, ergänzt Mächtel.
Zur Verschlankung der internen Materialflüsse und Steigerung der Produktivität, kann er das bedienerfreundliche WIN-System nur jedem Unternehmen empfehlen. Denn die eindrückliche Darstellung macht jedem Mitarbeiter täglich bewusst, wo sofortiger Handlungsbedarf besteht.
Der Leiter der Thermoplastfertigung Dieter Stais schätzt besonders die Partnerschaft mit dem Hersteller. So stehen die beiden Rietheimer Familienunternehmen im regen Austausch. Nicht ohne Grund bezeichnet Stais den Nachbarn als Entwicklungspartner. Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem MDE-System in der Zentrale, planen auch andere Niederlassungen ihre Produktionsstätten umzurüsten. Das schwäbische Familienunternehmen hat Produktionsstätten in Europa, Afrika, Asien und Amerika.
Werma Signaltechnik GmbH + Co. KG www.werma.com SPS IPC Drives Halle 8, Stand 218
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