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EU-Projekt baut einen Roboter, der die Mechanismen des menschlichen Bewegungsapparates kopiert

Das Denken beginnt im Körper

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Für Wirbel hat der Sieg eines IBM-Supercomputers in einer US-Quizshow gesorgt. Seine vermeintliche künstliche Intelligenz besteht aber in erster Linie aus schnellem Suchen in großen Textmengen. Forscher sind jedoch überzeugt: Echte Intelligenz entsteht am ehesten in einem Körper. Im EU-Projekt Eccerobot arbeiten Forscher daher an einem Roboter, der nicht nur wie ein Mensch aussieht, sondern sich auch wie einer bewegt. Seine künstlichen Muskeln setzen Motoren von Maxon in Bewegung.

„Echte Intelligenz entsteht, wie in der Natur, am ehesten in einem Körper“, betont Professor Frank Kirchner vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Bremen im Spiegel. Denn Denken beginne mit der Kontrolle des Körpers im Raum: Laufen, Kriechen, Schwimmen. Es verfeinert sich, indem der Roboter durch Greifen, Betrachten, Ausprobieren die Umwelt erforscht.

An diesen Ideen tüftelt unter anderem das EU-Forschungsprojekt Eccerobot. Es baut menschenähnliche Roboter mit Knochen, Muskeln und Sehnen. „Wir wollen einen Roboter bauen, der nicht nur die Form eines Menschen nachahmt, sondern die Mechanismen des menschlichen Bewegungsapparates kopiert“, so der britsche Leiter des Projekts, Owen Holland, in einem Interview.
Im ganzen Roboter sind dazu 80 Aktuatoren untergebracht, einen für jeden Muskel. Diese bestehen aus einem präzisen Gleichstrom-Motor von Maxon mit Getriebe und Encoder, einer Spindel, einer Drachenschnur und einem Gummiband. Die Drachenschnur verbindet die Spindel auf dem Getriebe mit dem Gummiband, das auf der anderen Seite am Knochen fixiert ist. Um den Muskel anzuspannen, dreht der Gleichstrommotor die Spindel, auf der sich die Drachenschnur aufrollt. Dadurch zieht sie über das elastische Gummiband langsam den Unterarm heran.
„Wenn der Roboter nach einem Glas greift, soll sich seine Hand, wie bei uns Menschen, fast von selbst schließen. Ein gewöhnlicher Roboter müsste stattdessen 100 Differenzialgleichungen berechnen“, erläutert im Spiegel der KI-Forscher Alois Knoll von der TU München, die wie die Uni Zürich an Eccerobot beteiligt ist.
In dem Projekt geht es also vor allem um Grundlagenforschung. „Wenn wir einen Arm hochheben, verändert auch unser restlicher Körper vollständig seine Haltung“, sagt Rolf Pfeifer, Direktor des Artificial Intelligence Laboratory (AI Lab) an der Uni Zürich. „Die Bewegungen der Körperteile des Roboters stehen deshalb miteinander in Beziehung. Verbindet man die sensomotorischen Daten mit denen des optischen Systems, also der Kamera, gibt es zwischen ihnen Korrelationen, die erkannt werden können. So kann der Roboter allmählich seine Dynamik selbst lernen und ein Wissen über seinen Körper aufbauen.“
Maxon unterstützt solche zukunftsweisenden Projekte. Mit Züricher AI Lab ist man daher eine Partnerschaft eingegangen. Denn das AI Lab ist in zahlreichen Projekten auf internationaler Ebene involviert, und neueste Erkenntnisse aus der Wissenschaft sollen so direkt in die Entwicklungen in Sachseln einfließen können.
Maxon Motor AG www.maxonmotor.com
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